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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2017 | 20:38 Uhr

Fit für die Kommunalwahl?

vom

In Schleswig-Holstein werden am 26. Mai die Stadt- und Gemeindevertretungen gewählt / EZ-Jugendredaktion befragte Erstwähler

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Eckernförde | Wer am Sonnabendmorgen durch die Eckernförder Fußgängerzone geht, der merkt: Der Kommunalwahlkampf ist voll entbrannt. Passanten greifen gerne zu den kleinen Geschenken, die es an den zahlreichen Infoständen der Parteien zu ergattern gibt. Viele bleiben stehen, um sich mit den Politikern zu unterhalten. Wenn am 26. Mai in Schleswig-Holstein die Vertretungen der Städte und Gemeinden sowie der Kreistage gewählt werden, werden auch wieder zahlreiche Erstwähler zur Wahlurne gehen.

Vier Jungmannschüler des 12. Jahrgangs reden über Eckernförde, den Wahlkampf und die Politik:

Warum hast Du vor, am 26. Mai zur Kommunalwahl zu gehen?

Anna Sophie Petersen (17): Ich möchte so am kommunalen Geschehen mitwirken und Einfluss auf die Eckernförder Entwicklung ausüben. Gut an der Kommunalwahl finde ich, dass die eigene Stimme bei dieser Wahl mehr ausmacht als zum Beispiel bei der Bundestagswahl.

Anne Meerpohl (18): Ich gehe wählen, da das neben der Mitgliedschaft in einer politischen Partei die einzige Möglichkeit ist, mich in die Demokratie einzubringen.

Katharina Hüttermann (18): Ich sehe das genauso wie Anne. Man sollte die Chance nutzen und sich in die Demokratie einbringen.

Marian Kunz (19): Es ist einfach wichtig, sich politisch zu engagieren. Wenn man etwas bewegen will, dann muss man auch handeln.

Wie wurdest Du in den vergangenen Wochen mit dem Wahlkampf konfrontiert?

Anna Sophie Petersen: Die Plakate sind mir aufgefallen, vor allem die riesigen Plakate der CDU. Ich frage mich, warum diese Plakate so groß sind. Eigentlich halte ich die Größe für etwas übertrieben.

Anne Meerpohl: Von dem Wahlkampf habe ich eigentlich nur durch die Plakate etwas mitbekommen. Besonders die Plakate des Bürger-Forums sind mir aufgefallen. Das liegt einfach daran, dass ich fast alle Politiker, die auf diesen Plakaten zusehen sind, kenne. Dadurch stechen mir diese Plakate immer ins Auge. Eigentlich finde ich es sehr schade, dass ich nicht mehr von dem Wahlkampf mitbekommen habe. Ich hätte mich gefreut, wenn die Politiker sich in den Schulen vorgestellt hätten.

Katharina Hüttermann: Mir sind die Parteistände vor dem Supermarkt, die Plakate und die Flyer aufgefallen. Also, ich wurde eigentlich nur mit dem Eckernförder Wahlkampf konfrontiert und nicht mit dem in Rieseby, obwohl ich in Rieseby wohne.

Marian Kunz: Eigentlich wurde ich gar nicht mit dem Wahlkampf konfrontiert. Nur die Plakate sind mir natürlich aufgefallen. Aber ich hätte sehr gerne noch mehr über die einzelnen Parteien erfahren.

Welche Qualitäten sollte ein Kommunalpolitiker mitbringen?

Anna Sophie Petersen: Die Bürgernähe ist sehr wichtig. Man muss die Politiker immer gut erreichen können. Die Bürger sollten wissen, wie und wo sie mit den Politikern ihrer Gemeinde in Kontakt treten können.

Anne Meerpohl: Da es schon so viele Wohlhabende in Eckernförde gibt, sollten unsere Politiker insbesondere die sozial schwächeren Bürger fördern.

Katharina Hüttermann: Ganz wichtig ist, dass man den Worten der Politiker trauen kann. Die Politiker müssen ehrlich sein und dürfen keine leeren Versprechungen machen. Sie sollen für das Wohl der Bürger sorgen.

Marian Kunz: Für mich sind Volksnähe und Transparenz die wichtigsten Eigenschaften. Die Politiker sollten nicht nur in ihren Büros hocken, sondern unter die Leute gehen.

Hast Du einen Wunsch, was sich in den nächsten Jahren in Eckernförde verändern soll?

Anna Sophie Petersen: Ich hoffe, dass wir bald wieder ein Kino haben. Außerdem wünsche ich mir mehr Grünflächen in Eckernförde.

Katharina Hüttermann: In Eckernförde wünsche ich mir kostenlose Parkplätze in der Stadt und attraktivere Bekleidungsgeschäfte.

Anne Meerpohl: Ein Kino und kostenlose Parkplätze würden mir auch gefallen. Ich wünsche mir aber auch noch mehr Öffentlichkeitsarbeit für Fairtrade. Außerdem wünsche ich mir, dass man bald wieder abends in Gruppen am Strand sitzen kann, ohne von Mitarbeitern einer Security-Firma weggeschickt zu werden. Ich finde es gut, dass dort abends etwas für Ordnung gesorgt wird. Aber ich finde, wer dort friedlich sitzt, hat auch das Recht dazu, sich dort aufzuhalten.

Findest Du es gut, dass jetzt auch 16-Jährige an der Landtagswahl teilnehmen dürfen?

Anna Sophie Petersen: Ich bin mir nicht ganz sicher. Auf der einen Seite finde ich es gut, so auf junge Menschen einzugehen. Aber auf der anderen Seite ist man mit 16 oft noch nicht reif genug, um das politische Geschehen zu verstehen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Anne Meerpohl: Einerseits finde ich es gut, weil dann mehr Leute wählen und dadurch der Demokratiegedanke gestärkt wird, aber andererseits kennt man sich mit 16 einfach noch nicht so gut mit Politik aus. Ich finde Politik müsste früher in den Schulen unterrichtet werden, wenn man mit 16 schon den Landtag wählen darf.

Katharina Hüttermann: Nein, ich finde nicht, dass man mit 16 schon wahlberechtigt sein sollte, da in diesem Alter die politische Einstellung fast ausschließlich durch das Elternhaus beeinflusst wird. Ich finde auch nicht, dass man mit 18 Jahren schon wahlberechtigt sein sollte. Meiner Meinung nach sollte man erst wählen dürfen in einem Alter, in dem man eigenständig ist. Also vielleicht wenn man zu Hause ausgezogen ist und einen richtigen Job hat.

Marian Kunz: Ich finde die Landtagswahl ab 16 gut. Wenn man etwas bewegen will, dann sollte man so früh wie möglich damit anfangen und so wird einem auch die Chance dazu gegeben.

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