Der Winter naht : Fit für den Winter – Tipps vom Tüv

Autoexperte Ralf Tilly weiß, wie man Autos gut und sicher durch den Winter kriegt.
Autoexperte Ralf Tilly weiß, wie man Autos gut und sicher durch den Winter kriegt.

Der Tüv-Stationsleiter Ralf Tilly erklärt, was Autofahrer in der kalten Jahreszeit beachten sollten – vom Wischwasser bis zur Warnweste.

shz.de von
15. November 2013, 06:06 Uhr

Überfrierende Nässe, Matsch und Eisregen – auf Auto und Fahrer kommen in den nächsten Monaten anstrengende Zeiten zu. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig mit den Vorbereitungen zu beginnen, damit das Auto mitspielt und für alle Widrigkeiten gewappnet ist. Ralf Tilly, Leiter der Tüv-Station Eckernförde, gibt Tipps, worauf Autofahrer im Winter achten sollten, um gut und vor allem sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen: „Von O bis O, von Oktober bis Ostern, sollten Winterreifen gefahren werden. Wer wegen Glätte einen Unfall baut und keine Winterreifen hat, wird Probleme mit seiner Versicherung bekommen“, so Tilly.

Generell gilt: Haben die Reifen weniger als vier Millimeter Profil, sollten sie durch neue ersetzt werden. Saubere Windschutzscheiben sind ebenfalls unabdingbar, wenn es darum geht, auch bei „Schmuddelwetter“ den Durchblick zu behalten. Scheibenwischer sollten regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht werden. „Auch der Frostschutz für das Wischwasser sollte regelmäßig aufgefüllt werden“, so der Tüv-Leiter.

Und noch etwas gibt Tilly zu bedenken: „Morgens immer mehr Zeit einplanen – der Verkehr wird dichter und vielleicht müssen die Scheiben noch freigekratzt werden.“ Ein Eiskratzer im Handschuhfach ist in dieser Situation Gold wert. Auch Enteiser, Handfeger und Starthilfekabel für die kältegeschwächte Batterie sind praktische Begleiter bei Winterfahrten.

Sollte das Fahrzeug doch einmal liegen bleiben, muss die Gefahrenstelle entsprechend abgesichert werden. Eine Warnweste für die Fahrzeuginsassen ist in der dunklen Jahreszeit wichtig, um rechtzeitig gesehen zu werden. „Ohne Weste sind Fußgänger für Autofahrer bei Dämmerung erst aus einer Entfernung von 80 Metern zu sehen“, warnt Tilly. Laut Verkehrssicherheitsexperten verbessert sich die Sichtbarkeit durch das Tragen einer Warnweste um etwa 150 Meter. Und spätestens ab Juli 2014 gilt sowieso: Jedes Fahrzeug, das hier zugelassen ist, muss eine Warnweste an Bord haben.

Beim Thema „Sehen und gesehen werden“ spielen auch die Scheinwerfer eine große Rolle. Tilly: „Gerade falsch eingestellte oder defekte Scheinwerfer bieten eine enorme Gefahr für den Straßenverkehr. Und Mängel in der Beleuchtung gehören leider seit einigen Jahren zu den häufigsten Gründen, bei der TÜV-Prüfung durchzufallen.“

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