21. LifeSavingCup in Eckernförde : Fit für den lebensrettenden Einsatz

Voller Einsatz: (v. l.) Felix Hagemeister (Norderstedt), Max Kreinsen (Hamburg-Altona) und Jerry Tucker (Rendsburg) beim Beach Flags Wettbewerb.
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Voller Einsatz: (v. l.) Felix Hagemeister (Norderstedt), Max Kreinsen (Hamburg-Altona) und Jerry Tucker (Rendsburg) beim Beach Flags Wettbewerb.

350 Rettungsschwimmer stellten am Wochenende beim 21. „LifeSavingCup“ und 16. „YoungStarCup“ ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Harte Anforderungen an die Athleten.

shz.de von
11. Juni 2018, 06:49 Uhr

Eckernförde | Was braucht es, um ein guter Rettungsschwimmer zu sein und im Ernstfall zuverlässig Leben retten zu können? Ganz klar, eine gute Ausbildung und jede Menge Training. Der Umgang mit den Rettungsmitteln will gelernt sein, und auch die nötige Kondition darf nicht fehlen. Damit sie diese Grundfertigkeiten für den Einsatz beherrschen, trainieren Lebensretter in der ganzen Welt regelmäßig. Daraus entwickelte sich der Rettungssport, der mittlerweile zu einer Trendsportart aufgestiegen ist. Zum 21. Mal organisierte die DLRG-Jugend Schleswig-Holstein am vergangenen Sonnabend den LifeSavingCup in Eckernförde, um Rettungssportlern ab 16 Jahren aus Deutschland und Dänemark die Gelegenheit zu bieten, sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Zeitgleich kämpften auch die Nachwuchssportler bis 15 Jahre in drei Altersklassen beim 16. YoungStarCup in ähnlichen Wettkampfdisziplinen wie die Großen um den Sieg.

Insgesamt vier Einzel- und drei Mannschaftswettbewerbe galt es für die 350 Sportler ab 16 Jahren im Wasser sowie am Strand zu bewältigen. Beim Ski Race mussten die Sportler nach einem Massenstart eine 500 Meter lange Strecke in einem speziellen Rettungskajak zurücklegen. Während das Ski Race im Wasser startete, begann der Wettkampf im Board Race an Land. Die Athleten sprinteten – das Rettungsbrett in der Hand –, vom Strand ins Wasser, um mit dem Board einen etwa 400 Meter langen Rundkurs zu absolvieren. Mit vor Anstrengung verzerrtem Gesicht beförderten die Rettungsschwimmer ihre Bretter mit beiden Armen durchs Wasser. „Wichtig ist ein guter Start, nicht runterzufallen und sich seine Kräfte ein wenig einzuteilen“, verrät Tim Umlauft. Der 20-Jährige ist seit einem Jahr in der DLRG Eckernförde und nimmt zum ersten Mal am Board Race teil. Beim „Beach Flags“ kam es auf Reaktionsgeschwindigkeit an. Nach einem kurzen Sprint von 20 Metern durch den Strandsand mussten sich die Teilnehmer einen der im Boden steckenden Stäbe (Flags) sichern. Mit großen Hechtsprüngen stürzten sich die Athleten auf die Flags. Schwierig, da in jedem Durchgang weniger Stäbe als Teilnehmer vorhanden waren. Wer sich die letzte Flag schnappte, war der Sieger. Auch diese Disziplin hat ihre Wurzeln in der täglichen Arbeit der Rettungsschwimmer. „Im Ernstfall muss man auch aus der Ruhe heraus ad hoc im Sand loslaufen, um zum Retten zu gelangen“, so Ausrichterin Birgit von Essen.

Die Königsdisziplin des LifeSavingCups war jedoch der Oceanwoman bzw. Oceanman. Hier mussten die Athleten nicht nur im Brandungsschwimmen, sondern auch im Rettungskajak und auf dem Rettungsbrett überzeugen. Die rund 1,2 Kilometer lange Strecke verlangte den Sportlern alles ab.

In den Mannschaftsdisziplinen kam es auf exzellentes Teamwork an. Neben einer Oceanman-Staffel mussten die Teilnehmer auch ihr Können im Umgang mit Gurtretter und Rettungsbrett unter Beweis stellen und ihre Teamkollegen aus dem Wasser an Land „retten.“ Im Einzelwettkampf machte Michelle Hein bei den Frauen und Pitt König aus Magdeburg bei den Männern das Rennen. Beste Eckernförder waren Birte Faltin und Jannik Fischer. Im Mannschaftswettbewerb hatte die Region Uetersen bei den Frauen und die Gliederung Berlin bei den Männern die Nase vorn. Das Eckernförder Männer-Team landete auf dem 13. Platz.



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