Fischereiprojekte clever verknüpft

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10. Januar 2019, 17:44 Uhr

Wenn alle an einem Strang ziehen und gemeinsam konstruktive Ideen und Lösungen entwickeln, kommt am Ende viel mehr dabei heraus als bei konkurrierenden Rangeleien um die besten Plätze und größten Geldtöpfe. Bestes Beispiel dafür war die gestrige Sitzung der fischereilokalen Aktionsgruppe (FLAG) des Fischwirtschaftsgebiets Eckernförde und Strande (siehe Bericht oben). Im Blickpunkt – das Strander Kühlhaus-Projekt, das für 100 000 Euro umgesetzt werden soll. Der Gemeindeanteil liegt bei 15 000 Euro, mehr, so Bürgermeister Holger Klink, geht nicht. Da das Projekt ein lupenreines für die Fischer ist, sieht der für die Fördergenehmigung zuständige Mitarbeiter des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR), Dirk Vowe, überhaupt kein Genehmigungs- und Akzeptanzproblem. Da die derzeit über die FLAG zu verteilenden Fördermittel nicht ausreichen, um den 85-prozentigen Zuschuss zu gewähren, lenkte Vowe den Fokus auf die Pool-Mittel, die sich aus nicht abgeflossenen Fördermitteln aller FLAGs im Land speisen. Aus diesem offenbar gut gefüllten Topf solle man die Fördermittel für Strande nehmen, das wäre kein Problem und fände auch die Zustimmung aller Akteure, war er sich sicher. Mehr noch: Da Strande weitere Ideen für fischereioriginäre Projekte wie den Bau eines Stegs zur Entladung des Fangs oder Unterstellmöglichkeiten für Netze und Fischereigeschirr habe, könne man diese doch einfach mit dem Großprojekt Kühlhaus verbinden und daraus einen großen Gesamtförderantrag machen.

Der Fischerei braucht angesichts solcher lokalen Initiativen und Bündnisse nicht bange zu sein.

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