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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 07:26 Uhr

Naturschutz : Fischaufstieg in der Bienebek

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

EU-Fördergelder in Höhe von 60 000 Euro ermöglichen den Rückbau des Grabens an der Mündung in die Schlei. Damit können die Meerforellen zum Laichen wieder aufsteigen.

von
erstellt am 10.Okt.2013 | 06:15 Uhr

Alle guten Dinge sind drei – nach zwei Bauabschnitten an der Siesbek soll nun auch der Unterlauf der Bienebek so zurückgebaut werden, dass Fische, vor allem Meerforellen, wieder zum Laichen aufsteigen können. Aufbauend auf die Erfahrungen an der Siesbek war es Rudolf von Spreckelsen als Vorsteher des Wasser- und Bodenverbands Bornbek-Bienebek (WBV) gelungen, einen Zuwendungsbescheid über 60 000 Euro vom Innenministerium aus EU-Mitteln nach der Wasserrahmenrichtlinie für das Vorhaben bewilligt zu bekommen. „Da bin ich sehr froh drüber“, sagte von Spreckelsen.

Die Pläne für den Rückbau des rund 300 Meter langen Grabens ab der Mündung in die Schlei hat Verbandsingenieur Peter Heidel erarbeitet. Danach sollen zwei Sohlgleiten eingebaut werden. Eine erste, um damit einen kleinen Teich anzuschließen, und eine zweite, um den großen Teich östlich des Gutes anzubinden. Bei diesem müssen über drei Meter Höhenunterschied zwischen der Bienebek und dem Teich ausgeglichen werden. „Um den Höhenunterschied auszugleichen, brauchen wir eine rund 60 Meter lange Sohlgleite“, erläuterte der Verbandsvorsteher. In mehreren Kehren überwindet sie die Höhe und ermöglicht so den Fischen aufzusteigen. Haben diese den großen Teich erreicht, können sie der Strömung durch den Teich folgend auf der gegenüberliegenden Seite dem relativ guten Fließgewässer in einen Erlenbruch folgen. „Dort gibt es viele Laichmöglichkeiten“, so von Spreckelsen. Bisher kamen dort allerdings nur selten Fische hoch, da der Aufstieg über den Teichauslass nur dann möglich war, wenn der Teich abgelassen wurde. Durch die baulichen Veränderungen wird ein Fischaufstieg nach Wasserführung permanent möglich sein. Erste Ideen, einen alten Graben parallel zum großen Teich wieder einzurichten, wurden verworfen.

Mit dem Zuwendungsbescheid in der Tasche hat der WBV nun mit der Ausschreibung der Arbeiten begonnen. „Es kann jetzt ganz schnell losgehen, oder erst im Frühjahr“, so von Spreckelsen zufrieden über das neue Vorhaben. Positiv begleitet wird dieses, wie schon der Rückbau der Siesbek, durch Prinz Christoph zu Schleswig-Holstein, der Flächen zur Verfügung stellt.

 

 

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