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2. Handball-Bundesliga : Finn Röders Willenskraft reißt „Wölfe“ mit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der TSV Altenholz wehrt sich gegen den drohenden Abstieg und schlägt nach sechs Niederlagen in Folge die HSG Nordhorn vor 400 Zuschauern mit 32:31.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Es war die erste Minute, als Max Lipp nach einem Zusammenprall mit einer Schulterverletzung vom Feld musste und durch Finn Röder ersetzt wurde. Eine Entscheidung von Klaus-Dieter Petersen, die für die „Wölfe“ Gold wert sein sollte – wie sich nach 60 packenden Minuten in der 2. Handball-Bundesliga zwischen dem TSV Altenholz und der HSG Nordhorn-Lingen herausstellte.

Mit 32:31 (14:14) siegten die Gastgeber gegen die favorisierten Gäste aus dem Südwesten Niedersachsens und beendeten damit eine Serie von sechs Niederlagen in Folge. Neben Patrick Starke (7 Tore) ragte Youngster Röder (6 Treffer) heraus, indem er unbändigen Willen und Entschlossenheit in den entscheidenden Momenten vorlebte. „Finn hat heute sein bestes Spiel für Altenholz gemacht. Kompliment! Die Jungs haben technisch und taktisch gut agiert. Das ist der Lohn für die harte Arbeit in den letzten 14 Tagen“, sagt Petersen, der vor allem das hohe Tempo seiner Mannschaft über die gesamte Spieldauer lobt.

Nordhorns Coach Heiner Bültmann hadert hingegen mit der Einstellung seiner Spieler. „Altenholz hat mit viel Herz gespielt und war uns kämpferisch überlegen. Wir haben zu keiner Zeit unser normales Niveau erreicht.“ Zwei Ausnahmen gab es bei der HSG aber doch. Neben Nicky Verjans zeigte auch Rechtsaußen Bobby Schagen eine gute Leistung, wobei Letzterer mit einem Doppelschlag die 2:0-Führung für die Gäste markierte. In der Folge gab es ein offenes Duell. Beim 12:10 durch Kjell Köpke (23.) witterten die Fans der „Wölfe“ erstmals so etwas wie Punkteluft, die beim 14:14 zur Pause aber wieder etwas dünner geworden war.

Wie schon in der ersten Halbzeit sorgte Schagen auch nach der Halbzeitpause mit einem Doppelschlag für eine Zwei-Tore-Führung (14:16, 32.). Doch die Altenholzer erreichten schnell ihre Betriebstemperatur. Fynn Ranke traf vom Kreis zum 19:18 (37.), ehe Keeper Nick Weber bei einem Nordhorner Tempogegenstoß gegen den völlig freien Frank Schumann per Fuß sensationell parierte. Beim 22:20 reagierte HSG-Trainer Bültmann mit einer Auszeit (42.).

Wieder war es Röder, der trotz Unterzahl das Heft in die Hand nahm und zum 25:23 einnetzte. Für die Entscheidung sorgte der 21-Jährige eineinhalb Minuten vor dem Ende, als er HSG-Schlussmann Björn Buhrmester mit seinem sechsten Treffer zum 31:28 bezwang. Zwei schnelle Tore der Nordhorner kamen zu spät.

Was folgte, war Jubel in Gelb und Schwarz. „Pitti hat mir nach Max‘ Verletzung das Vertrauen geschenkt. Das Selbstvertrauen für die Würfe habe ich mir dann aus dem Spiel geholt“, sagt Röder, der mit seinen „Wölfen“ bereits am Mittwoch bei Empor Rostock antreten muss.

TSV Altenholz: Hossner (1.-30., 2 Paraden), Weber (bei einem Siebenmeter, 31.-60., 5 Paraden) – Lipp, Calvert (2/2 Tore), Drecke (1), Volquardsen, Boldt (4/3), Köpke (3), Wegner (4), Ranke (1), Starke (7), Röder (6), Abelmann-Brockamnn (4).

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (10 Paraden), Bartels (bei einem Siebenmeter) – Verjans (8), Schumann, Mickal (2), Miedema (1), Meyer (2), Schagen (11/5), Poll, Trodler (2), Terwolbeck (1), de Boer (1), Wiese (3).
Schiedsrichter: Pesth/Fröbe (Köthen/Kühnau). – Zeitstrafen: 5:2.

7-Meter: 5:5 – Zuschauer: 400.

 

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