Ministerbesuch : Finanzieller Startschuss für Dorftreff

Innenminister Hans-Joachim Grote überreichte Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer den Förderbescheid.
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Innenminister Hans-Joachim Grote überreichte Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer den Förderbescheid.

Innenminister Grote überreicht der Gemeinde Owschlag Förderbescheid über 450 000 Euro

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18. Januar 2018, 05:55 Uhr

Als jemanden, der seine Zukunft gestaltet, bezeichnete Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) gestern das Amt Hüttener Berge. Amtsvorsteher Gero Neidlinger, Amtsdirektor Andreas Betz und Thomas Höhn von Höhn Consulting stellten ihm zuvor in rund 90 Minuten in der Globetrotter Lodge vor, was das Amt und seine 16 Gemeinden in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht haben und vor allem noch vorhaben, um als attraktiver Wohnort und Gewerbestandort wahrgenommen zu werden. Grote lobte das Engagement von Verwaltung und Ehrenamt für ihren Masterplan Daseinsvorsorge und die digitale Agenda, die gerade Fahrt aufnimmt. „Hier hat man den Eindruck, dass man keinen anschieben muss“, sagte er mit Blick auf die zahlreichen innovativen Initiativen.

Für eines der neuesten Projekte, das Dorfgemeinschaftshaus in Owschlag , hatte der Innnenminister einen Förderbescheid über 450 000 Euro dabei, den er Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer überreichte. Nachdem der Regionalschulteil geschlossen wurde, stehen Räume in dem Nord-Ostflügel des Gebäudes leer, insgesamt rund 750 Quadratmeter. In mehreren Gesprächsrunden mit den Vereinen, Verbänden und Institutionen der Gemeinde wurde schnell klar, dass großes Interesse an einer Umnutzung besteht. „Die Musiker suchen Übungsräume, die Bürger einen Treffpunkt“, sagte Ostermeyer. Gemeinsam wurde ein Raumkonzept erstellt. Neben Übungsräumen und Lagerplatz für Instrumente wird aus drei ehemaligen Klassenräumen ein Bürgerwohnzimmer gestaltet, wo sich die Owschlager treffen können. Auch ein kleines Café ist geplant sowie Platz für Kinderbetreuung. Knapp 260 000 Euro wird die Gemeinde aus Eigenmitteln für den Umbau aufbringen müssen. Die hohen Kosten ergeben sich auch daraus, dass neue sanitäre Anlagen geschaffen werden müssen und die Gebäudekomplexe, Grundschule und Dorfgemeinschaftshaus, voneinander getrennt werden müssen, also eigene Fluchtwege, Brandschutzmaßnahmen und Schließsysteme geschaffen werden müssen.

Von der neuen Regierung erhoffen sich die Bürgermeister eine flexiblere Umsetzung der Landesplanung. So ist derzeit die wohnbauliche Entwicklung jeder einzelnen Gemeinde auf ein bestimmtes Maß gedeckelt. Viele Neubauwünsche von Bürgern können so nicht erfüllt werden, die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinden können nicht genutzt werden. Das Amt favorisiert daher eine Poolbildung, in dem der Bedarf an Wohnraum aus allen 16 Gemeinden gebündelt wird, das ermögliche eine abgestimmte Entwicklung. „Wenn die Zinsen niedrig sind und die Nachfrage nach Wohnraum da ist, muss sie darauf reagieren können“, verglich Neidlinger die Gemeinde mit einem Wirtschaftsunternehmen.

Jürgen Blucha, stellvertretender Abteilungsleiter der Landesplanung, teilte daraufhin mit, dass die Landesplanung derzeit überarbeitet werde und im Sommer den Kommunen vorgelegt werden soll. Diese schaffe neue Entwicklungspotenziale versicherte er den Bürgermeistern.

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