FILM–MATINEE IM CARLS : Film gucken und Gutes tun

Über 200 Gäste nahmen die Einladung zur Film-Matinee des Lions Clubs im Carls an.
Über 200 Gäste nahmen die Einladung zur Film-Matinee des Lions Clubs im Carls an.

200 Besucher nahmen am Sonntag an der Veranstaltung des Lions Clubs Eckernförde teil. Die Einnahmen von 3150 Euro kommen sozialen Projekten in der Region zugute

shz.de von
17. Januar 2017, 05:26 Uhr

Eckernförde | Für den Lions Club Eckernförde ist es mittlerweile gute Tradition, zu Beginn des Jahres Mitglieder und Gäste zur beliebten Film-Matinee ins „Carls“ einzuladen und mit dem Erlös aus dem Eintritt gemeinnützige Projekte zu unterstützen. Bereits im 11. Jahr veranstaltete der Service Club am Sonntagmittag die Film-Matinee, die Henning Franz, Präsident des Lions Clubs Eckernförde, vor über 200 Gästen im Saal eröffnete. Zum wiederholten Mal stellte Investor und Ideengeber für den Stadtteil Carlshöhe, Wolfram Greifenberg, den Saal im Carls zur Verfügung.

In diesem Jahr präsentierte der Lions Club das britische Drama „Der Duft von Lavendel“, das auf einer Kurzgeschichte von William John Locke basiert. Der Film, mit Judy Dench und Maggie Smith in den Hauptrollen, thematisiert jene Werte, die dem Leitbild von Lions Clubs International, mit 1,4 Millionen Mitgliedern eine der weltweit größten Nichtregierungsvereinigungen, entsprechen: Humanität, Toleranz, soziales Denken, kulturelle Diversität und Völkerverständigung.

Im Mittelpunkt des Spielfilms aus dem Jahr 2004 steht das in der Mitte der 1930er Jahre an der rauen Küste von Cornwall beinah eremitisch lebende ungleiche Schwesternpaar Ursula und Janet. Mehr oder minder unfreiwillig unverheiratet leben die betagten Schwestern, vom väterlichen Erbe finanziert, ihren monotonen Alltag, der nur durch den mürrische-liebevollen Humor ihrer langjährigen Haushälterin Abwechslung erfährt. Nach einem starken Sturm nehmen sie einen schiffbrüchigen jungen polnischen Mann bei sich auf, der sich im Laufe ihrer Obhut als herausragendes solistisches Violinentalent entpuppt. Während die ältere Schwester Janet – ganz im Zuge ihrer protestantisch-calvinistischen Erziehung die Pflicht zur Hilfe und Unterstützung des Fremden annimmt, fühlt sich ihre jüngere Schwester Ursula zunehmend zu dem jungen Mann hingezogen und verrennt sich im Laufe der Handlung sogar in eine Verliebtheit zu dem deutlich jüngeren Mann. Dieser sieht in dem Haus der Schwestern jedoch ausschließlich „eine neue Heimat“ auf Zeit und fühlt sich emotional zu einer russischen Malerin, die ihre Sommerfrische in der Gegend verbringt, hingezogen. Im Verlauf der filmischen Handlung muss vor allem Ursula erkennen, dass zwischenmenschliche Hilfe und humanitäres Handeln nicht an Bedingungen und Gegenleistungen des Empfängers geknüpft sein dürfen, um darin selbst persönliche Erfüllung zu finden.

Die Filmauswahl des Lions Clubs kam bei den über 200 Besuchern gut an. So nahm Christel Otter aus Eckernförde mit ihrem Gast aus München, Ilse Statthagen, zum ersten Mal an der Veranstaltung teil. Beide waren begeistert: „Der Film zeigt neben wundervollen Aufnahmen der Landschafts Cornwalls auch das menschlicher Engagement zweier Damen, die ganz in ihre Zeit passen.“ Der Gast aus München, ehemalige Eckernförderin, merkte an, wie sehr sie die Möglichkeit, ins Kino gehen zu können, in Eckernförde vermisse und dass die Veranstaltung des Service Clubs ein schöner Ersatz dieser „kulturellen Lücke“ darstelle. Auch dem Ehepaar Ilse und Siegfried Schimmelpfenning aus Eckernförde haben Film und Veranstaltung sehr zugesagt, die sie mit Sicherheit im nächsten Jahr erneut besuchen werden, auch „weil wir damit etwas Gutes tun können.“ Bei Häppchen und Sekt klang der gemütliche Mittagsveranstaltung aus. Insgesamt 3150 Euro nahm der Lions Club mit der Film-Matinee ein. Das Geld kommt sozialen Projekten in der Region zugute.


zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen