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Public Viewing : „Film ab“ für den Internats-Krimi

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Internatsschüler genießen gemeinsames Fernseherlebnis in der Kulturhalle / ZDF-Krimi rief Erinnerungen an spannende Drehtage an der Schlei hervor

Güby | Das war eine gute Idee: Am Montag guckte halb Louisenlund in die Röhre und hatte richtig Spaß dabei. Und Spannung. Das Public Viewing mit Knabberkram zog an diesem kalten Montagabend eine Menge Schüler, Freunde, Lehrer und Angehörige in die Kunst- und Kulturhalle. Punkt 20.15 Uhr ging es los – wie zuhause auf dem Sofa. Da wurden schnell noch Eltern angerufen („Papa, du musst jetzt den Krimi im ZDF anschalten, der in dem ich mitgespielt hab!“) und sms verschickt: ‚jetzt gucken!’.

Grund für diese Veranstaltung: Die Erstausstrahlung des elften Schleswig-Krimis aus der Reihe „Unter anderen Umständen“ mit Natalia Wörner. Aber das war noch nicht alles: Die Krimifolge „Das Versprechen“ um Kommissarin Jana wurde nicht nur zu Teilen auf Louisenlund gedreht, es haben auch Schüler des Internats als Statisten mitgespielt. Und so waren schon mal mindestens diese Beteiligten extrem gespannt darauf, sich irgendwo im Hintergrund wieder zu finden. Pressesprecher Sven Meier erzählt, wie es zu der Zusammenarbeit kam: „Den ersten Mail-Kontakt gab es schon vor ein paar Jahren. Da war aber das Drehbuch vorurteilsbeladen und voller Klischees, dass wir abgelehnt haben.“ Die Hamburger Produktionsfirma Network Movie nahm erneut Kontakt auf, fragte nach Louisenlund als Drehort. Das Drehbuch gefiel, das große weiße Gebäude, das Schloss, samt seiner Anlage gefiel, so dass im Februar 2015 gedreht werden konnte. „Wir hatten eine Woche Skiferien, das passte sehr gut. In der Woche wurde ohne große Störungen alles abgedreht. Im Gegenteil – Zusammenarbeit und Rückbau haben total gut geklappt“, so Meier.

Dass dann an die 30 Louisenlunder als Komparsen mitwirken konnten, war noch das I-Tüpfelchen auf dem Projekt. Weitere Komparsen stellte Kirsten Schultz der Casting-Agentur „Komparsenfischer“, die als Schleswiger Firma ganz nah dran ist am Schleswig-Krimi. Sie weiß: „Das Drehbuch wurde Schleswig auf den Leib geschrieben.“

Die Dreharbeiten waren eine logistische Herausforderung, mussten sich doch 50 bis 60 Leute – ob Technik oder Requisite, ob Statisten oder Aufnahmeleitung – rund um den Set bewegen. Dennoch: Man sei durchaus ins Gespräch gekommen, habe sich unterhalten können; so habe Schulleiter Dr. Peter Rösner mit Natalia Wörner über eine Stunde lang zusammen gesessen. Dass das Louisenlunder Internat im Film in Dänemark liegt und einen anderen Namen trägt, tut der Stimmung keinen Abbruch, jede vertraute Ansicht wird kommentiert, bei jedem Mitschüler, der sich oder andere wieder erkennt, gehen Raunen und Kichern durch die Reihen. Clarisse Koch erzählt: „Ich war bei den Szenen vorm Schloss, in der Sportstunde, im Chemieunterricht und auf dem Ohlsdorfer Friedhof dabei.“ Dann wird wieder gebannt verfolgt, wie sich die Handlung rund um drei beste Freundinnen entwickelt.

Nele, die einem DJ nach Schleswig nachreist, wird tot aus der Schlei gezogen, ihre Zimmergenossin Liv verschwindet, ein gemeinsamer Freund gerät in Verdacht. Am Ende ist alles anders, als gedacht, spannend bleibt es bis zum Schluss. Und jetzt heißt es wieder Geduld haben: Die Dreharbeiten zu Folge 12 der Krimireihe beginnen demnächst - irgendwo in Schleswig und Umgebung. 

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