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Härtetest der Brandbekämpfer : Feuerwehrleute am Limit

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Einsatzkräfte aus Altenholz und Schilksee treten bei der „7. Firefighter Combat Challenge“ in Berlin an. Die gestellten Aufgaben verlangen ihnen einiges ab.

von
erstellt am 10.Sep.2013 | 16:22 Uhr

Einem besonderen Härtetest stellten sich neun Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Altenholz, Schilksee und Fockbek: Sie traten auf dem „Tempelhofer Feld“, der Start- und Landebahn des ehemaligen Berliner Flughafens, zur „7. Firefighter Combat Challenge“ an, einem Vergleichswettkampf unter Feuerwehrleuten, der den Teilnehmern alles an Reserven abverlangt.

Die Firefighter Combat Challenge wird seit 2007 in Deutschland ausgetragen und hat sich im Laufe der Jahre aus einem in den USA entwickelten Einstellungstest für Berufsfeuerwehrleute zu einer richtigen Feuerwehr-Sportart entwickelt. Der Parcours, den es in Berlin zu absolvieren galt, ist so konzipiert, dass er den Teilnehmern die Anforderungen der fünf häufigsten Tätigkeiten im Brandeinsatz in einem Ablauf abverlangt. Zunächst mussten die Feuerwehrleute eine zwölf Meter hohe Treppe mit einem 19 Kilogramm schwerem Schlauch besteigen. Oben angekommen haben sie einen weiteren, an eine Leine gebundenen Schlauch, hinaufgezogen. Wieder unten angekommen, galt es, das Einschlagen einer Tür durch das Verschieben eines 72,5 Kilogramm schweren Gewichtes mit einem Vorschlaghammer über 1,5 Meter zu simulieren. Beim anschließenden rund 40 Meter langen Slalomlauf konnte dann noch mal Zeit gut gemacht werden, bevor ein mit Wasser gefüllter Schlauch über etwa 20 Meter zu ziehen war, um dann ein simuliertes Feuer mit einem gezieltem Wasserstrahl zu bekämpfen. Den Abschluss bildete die Personenrettung: Eine 80 Kilogramm schwere Puppe musste über 30 Meter ins Ziel gezogen werden.

Auf Anregung des Schilkseer Feuerwehrmanns Manuel Fechtner (33), der seit 2009 an dem Wettkampf teilnimmt, hat sich in diesem Jahr erstmalig eine gemeinsame Wettkampfgruppe gebildet. Neben Fechtner gehören dieser die fünf Altenholzer Jonathan Bonacker (19), Niels Philip Kögler (21), Kai König (31), Heiko Krap (44) sowie Niklas Voss (24) und Jörg Damm (31) von der Feuerwehr Fockbek an. Um sich optimal auf den Wettkampf vorzubereiten, hatten sie seit Juli auf einem nachgebildeten Parcours trainiert.

Die verschiedenen Aufgaben forderten den 800 Teilnehmern alles ab, sowohl Kraft als auch Ausdauer waren gleichermaßen gefragt. Im Wettkampf in Berlin seien alle an ihr Limit gegangen, berichtet Kögler. Schnellster im Team war dabei Kai König aus Altenholz – für den gesamten Parcours hat er 3:23 Minuten gebraucht.


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