Nordmarkhallenkonzerte : Feuerwehr schlägt neue Töne an

Hoffen auf steigende Besucherzahlen und höhere Einnahmen: Fritz Kruse, stellvertretender Kreiswehrführer, Mathias Schütte, Kreiswehrführer, Wolfgang Schmudde, Kreismusikfachwart und Musikzugführer in Jevenstedt Hendrik Nickels (von links).
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Hoffen auf steigende Besucherzahlen und höhere Einnahmen: Fritz Kruse, stellvertretender Kreiswehrführer, Mathias Schütte, Kreiswehrführer, Wolfgang Schmudde, Kreismusikfachwart und Musikzugführer in Jevenstedt Hendrik Nickels (von links).

Nordmarkhallenkonzerte am Wochenende jetzt auch Nachmittags / Frisches Programm soll junge Zuschauer locken

shz.de von
17. Januar 2018, 06:51 Uhr

Rendsburg | Die Nordmarkhallenkonzerte des Kreisfeuerwehrverbandes sollen jünger und frischer werden. Sinkende Zuschauerzahlen und zu geringe Einnahmen hatten das Gremium zum Umdenken gezwungen. „Wir mussten und wollten das Konzept ummodeln“, sagt Mathias Schütte, Kreiswehrführer. Nachmittagstermine am Wochenende und aktuellere Musik sollen besonders das junge Publikum Anfang März locken.

Um rund 30 Prozent war die Zuschauerquote in den vergangenen Jahren gesunken und der Einnahmentopf hatte sich bis auf etwa 4000 Euro ständiges Kapital geleert. Grund hierfür seien die gestiegenen Kosten, wie beispielsweise Gebühren, die an die Gema entrichtet werden müssen, um bestimmte Lieder spielen zu dürfen. Der Zielbetrag liegt bei etwa 8000 Euro. „Wir werden wohl zwei Jahre brauchen, um da hinzukommen“, so Fritz Kruse, stellvertretender Kreiswehrführer. Von dem Betrag soll Kameraden geholfen werden, die in Not geraten sind. Jeder Cent, der zusätzlich eingenommen wird, geht an soziale Projekte aus der Region. Daher auch das neue Motto „Musik hilft Helfern“. Die Eintrittskarten sollen aber nicht teurer werden. „Die Konzerte sollen für jeden erschwinglich bleiben“, sagt Kreismusikfachwart Wolfgang Schmudde. Stattdessen verzichten die 450 Musiker der 17 teilnehmenden Musikzüge auf die Erstattung ihrer Fahrtkosten und speziell geladene Gäste werden aus einem anderen Topf der Feuerwehr versorgt.

Die Feuerwehren zählen aber auch auf mehr Besucher. Besonders durch die Vorstellungen am Wochenende erhoffen sie sich Zulauf. „Zum einen können Familien mit Kindern kommen, zum anderen fühlen sich vielleicht viele Ältere angesprochen, die nach der Vorstellung nicht mehr im Dunkeln nach Hause fahren müssen“, erklärt Schmudde.

Auch das Programm wird neu. „Wer seit Jahren unsere Konzerte besucht, wird etwas ganz anderes erleben“, kündigt Kruse an. Jeder der vier Abende liegt in den Händen der jeweiligen Wehren, die auftreten. „Das ist auch spannend für die Musiker, weil sie den Rahmen jetzt einmal komplett brechen können“, so Hendrik Nickels, musikalischer Leiter des Musikzugs Jevenstedt. Er und seine Kameraden werden Popmusik, Schlager und Lieder aus Musicals auffahren. Aber auch der Marsch und die Polka haben ihren Platz im Programm gefunden. „Wir setzen besonders auf bekannte Lieder, das spricht die Leute an“, ergänzt Schmudde. Durch die Abende führt ein fester Moderator, Matthias Berendt.

„Das Konzept ist wie ein Wetterballon, den wir steigen lassen, um die Großwetterlage auszutesten“, so Kruse. Im Nachgang der Veranstaltungen wollen sich die Planer zusammensetzen, um auszuwerten, welche Änderungen bei den Zuschauern gut ankamen und welche eher weniger.

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