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Jubiläum des Kreisfeuerwehrverbands : Feuerwehr-Einsatz für das Publikum

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

125-Jahr-Feier des Kreisfeuerwehrverbands Rendsburg-Eckernförde / Zwei Tage mit Gottesdienst, Kommers und Aktionsprogramm

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 06:49 Uhr

Der Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde feierte am Wochenende sein 125-jähriges Bestehen. Nach einem Festgottesdienst am Freitag in der Christkirche in Rendsburg folgte ein Festkommers in der Deula-Halle. Am Sonnabend stellten sich die Wehren mit einem bunten Aktionsprogramm der Öffentlichkeit vor.

24 Feuerwehren präsentierten sich auf dem Deula-Gelände mit unterschiedlichen Darbietungen vom Löschen von Bränden über Technische Hilfe bis zum Zielwerfen mit Schläuchen. Besonderes Interesse fanden die Feuerwehrtaucher aus Eckernförde, die ihre Arbeit in einem Tauchcontainer der Berufsfeuerwehr Hamburg vorstellten. Taucher Dirk Marx zeigte, wie er unter Wasser Schrauben löste, Holzbalken zersägte oder ein Stahlseil durchtrennte. Die Besucher konnten ihn durch Sichtfenster dabei beobachten. Zu 10 bis 12 Einsätzen würden die Feuerwehrtaucher durchschnittlich im Jahre angefordert, erklärte der Leiter Christian Dibbern. Menschenrettung aus dem Wasser stehe dabei im Vordergrund der Einsätze der derzeit 11 Taucher.

Die Büdelsdorfer Feuerwehr führte die Bergung einer verletzten Person aus einem Unfallfahrzeug vor. Dabei arbeiteten die Kameraden mit hydraulischen Spreizern und Scheren, um das Auto zu öffnen. Zahlreiche Besucher beobachteten das professionelle Vorgehen der Feuerwehrleute.

Wie fit die Kameraden sind, zeigte sich beim Jubiläums-Staffellauf, den der Kreissportfachwart Jan Traulsen organisiert hatte. Sieben Teams mit fünf Läufern bewältigten einen 2,5 Kilometer langen Rundkurs am Schwerlasthafen entlang. Die Feuerwehr Schacht-Audorf siegte vor Beringstedt und Rendsburg. Die Einzelwertung gewann Sven Reimers (Schacht-Audorf) vor Bjarne Hansen (Beringstedt) und dem Rendsburger Pascal Eggers.

Konzerte der Musikzüge, Fahrzeugausstellungen, Präsentationen der Rettungsdienste und des Technischen Hilfswerks - das Programm des Aktionstages war vielfältig. Er sei mit dem Fest sehr zufrieden, hätte sich aber mehr Besucher gewünscht, machte der Kreiswehrführer Mathias Schütte deutlich. Denn der Großteil der Gäste waren Feuerwehrleute und ihre Familien, „zivile“ Besucher waren selten. „Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, alle Hilfeleistungskräfte zu sehen“, zeigte sich auch Jan Traulsen enttäuscht über das relativ geringe Interesse.

Beim Festkommers nannte Innenminister Stefan Studt die Feuerwehren einen „wichtigen Bestandteil der Gesellschaft“. Damit das so bleibe, sei die Förderung der Jugendfeuerwehren wichtig. Studt würdigte die Arbeit des Kreisfeuerwehrverbandes mit einer Ehrengabe des Landes, einer Glocke als Zeichen des Dankes.

Kreispräsident Lutz Clefsen betonte, dass sich das Feuerwehrwesen in den vergangenen 125 Jahren „prächtig entwickelt“ habe. Die Kameraden leisteten einen „wertvollen Dienst für die Gemeinschaft.“ Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast sagte: „Auf die Frauen und Männer der Feuerwehr können wir und jederzeit verlassen. Sie verdienen unseren Respekt.“ Eine hohe Ehrung kam aus dem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern. Der Landesbrandmeister Hannes Möller zeichnete Mathias Schütte mit der Feuerwehr-Ehrennadel in Silber aus.

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