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Einsatzrekord : Feuerwehr Eckernförde: So viele Einsätze wie noch nie

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Einsatzreichste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen / „Gold“ für Claus Berger und Norbert Wöster

Eckernförde | 2013 geht als „einsatzstürmisches Jahr“ in die Annalen der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde ein. Vor allem Orkantief „Christian“ forderte die 84 aktiven Feuerwehrmänner und -frauen am stürmischen 28. Oktober und den Tagen danach über 150 Mal. Mit insgesamt 380 Einsätzen – 325 Notfallalarmierungen und 55 Brandsicherheitswachen – war 2013 „das einsatzreichste Jahr seit der Aufzeichnung der Gesamteinsatzzahlen im Jahr 1985“, sagte Wehrführer Meint Behrmann am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung in der Feuerwehrzentrale in der Noorstraße. 2012 waren es mit 287 fast 100 oder 32,4 Prozent weniger. Wehrführer Behrmann nannte unter anderem folgende Gründe für den Anstieg: Klimawandel mit extremen Wetterschwankungen, Einführung der Rauchmelderpflicht, extremer Anstieg der Installationen von Brandmeldeanlagen, die zunehmende Unterstützung des Rettungsdienstes sowie der „schnelle Griff“ der Bürger zum Notruftelefon, wobei er diesen ausdrücklich nicht kritisieren wollte. Im Gegenteil: Wenn Gefahr im Verzug oder ein Situation unklar ist, lieber einmal öfter zum Hörer greifen und die Notrufnummer 112 anrufen – das kann Leben retten. Während die Einsatzzahl extrem angestiegen ist, freute sich der Wehrführer über das zweite Silvester in Folge, an dem die Freiwillige Feuerwehr nicht ausrücken musste – auch das eine Besonderheit.

Behrmann appellierte in seinem Jahresbericht an die Feuerwehrkameraden, sich bereitzuerklären, freiwillige Aufgaben zu übernehmen und dadurch die Vorstandsmitglieder zu entlasten. „Mein Gedanke, mehr Aufgaben zu splitten und nicht nur auf die Schultern der Vorstandsmitgliedern zu verteilen, ist nicht nur der richtige Weg, sondern auch der zukunftsorientierte. Es gibt genügend Mitglieder, die eine Extraaufgabe haben möchten, dies gilt es zukünftig zu berücksichtigen.“ Beispielgebend sei Andreas Stapelfeldt zu nennen, der die Funktion des Sicherheitsbeauftragten übernommen habe, so dass diese Aufgabe nach vielen Jahrzehnten aus der Vorstandsarbeit ausgekoppelt werden konnte. „So werden sukzessive weitere Aufgaben auf mehrere Schultern und nicht nur auf die der Vorstandsmitglieder verteilt“, zeigte sich Behrmann erfreut über die Initiative des Mannschaftsmitglieds.

Neben den vielen Einsätzen waren die Feuerwehrleute zusätzlich bei verschiedenen Ausbildungslehrgängen, Fortbildungen oder sonstigen Tätigkeiten wie Übungs- oder Trainingsdiensten im Einsatz. Die neun Taucher absolvierten 48 Tauchdienste mit 79 Tauchgängen.

Der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde gehören insgesamt 277 Mitglieder an, davon 84 im aktiven Dienst. 29 gehören zur Jugendfeuerwehr, 21 Mitglieder gehören der Ehrenabteilung an, 132 unterstützen die Feuerwehr als fördernde Mitglieder und elf als Zweitmitglieder. „Jeder kann und muss so viel für die ehrenamtliche Feuerwehr leisten, wie er es vertreten kann, dennoch stelle ich immer wieder fest: Wer sich mit dem Virus ’Feuerwehr’ infiziert, engagiert sich meistens von selbst mehr“, sagte der Wehrführer, der anschließend die Feuerwehraktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren ließ. Besonders hob Behrmann dabei die Verdienste seines ausgeschiedenen THW-Amtskollegen Christian Köhn hervor, der 22 Jahre Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks war. Köhn gehört zu den Mitbegründern des großen Öffentlichkeitsveranstaltung „Notruf Eckernförde“ und habe sich sehr um die enge Verbindung zwischen Feuerwehr und THW verdient gemacht. Nach den früheren Bürgermeistern Kurt Schulz und Klaus Buß wurde Christian Köhn als drittes Nicht-Feuerwehrmitglied zum Ehrenmitglied ernannt.

Eine besondere Ehrung wurde am Freitagabend Claus Berger und Norbert Wöster zuteil: Sie sind seit 40 Jahren aktive Feuerwehrleute und erhielten dafür das Brandschutzehrenzeichen in Gold.

Auch Bürgermeister Jörg Sibbel lobte in seinen Grußworten die großartige Einsatzbereitschaft und -stärke der Eckernförder Wehr. Wehrführer Behrmann gab das Lob zurück: Sibbel sei ein großer Förderer der Wehr und habe stets ein offenes Ohr für deren Belange. „Ich würde mich freuen, wenn Du am 25. Mai gewählt wirst – meine Stimme hast Du“.

 

 

 

 

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erstellt am 20.Jan.2014 | 00:32 Uhr

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