in der nacht von freitag auf Sonnabend : Feuer im Schweinestall – 3000 Tiere gerettet

In der Nacht von Freitag auf Sonnabend brach in einem Schweinemastbetrieb in Thumby ein Feuer aus. Sieben Wehren verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die Ställe.
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In der Nacht von Freitag auf Sonnabend brach in einem Schweinemastbetrieb in Thumby ein Feuer aus. Sieben Wehren verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die Ställe.

Geweckt durch eine Alarmanlage informiert der Landwirt selbst die Feuerwehr. Der Schaden beträgt rund 200 000 Euro, zwölf Ferkel verenden. Die Brandursache ist noch unbekannt.

shz.de von
06. Juli 2015, 04:44 Uhr

In der Nacht von Freitag auf Sonnabend entzündete sich aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer in einem Schweinemastbetrieb in der Gemeinde Thumby in der Straße Neuteich. Nach Auskunft des Schweinemästers waren zu diesem Zeitpunkt in dem betroffenen Trakt knapp 1000 Tiere (300 Sauen mit ihren Ferkeln) untergebracht. Insgesamt hat der Landwirt rund 3000 Tiere in seinen Stallungen. Nach Aussage der Polizei ist das Feuer in der Zentrale der Hauptelektrik- und Lüftungsanlage ausgebrochen. Zwölf Ferkel seien bei dem Einsatz umgekommen, so der Schweinemäster. Ihre Wurfbox habe neben dem Brandherd gelegen.

Der Hofbesitzer selbst hat um 2.20 Uhr die Feuerwehr informiert. Nach Angaben von Jörg Albrecht, Gruppenführer der Freiwilligen Sieseby, wurde der Landwirt durch die Alarmanlage beziehungsweise den Rauchmelder des Schweinestalles geweckt. Bei der Kontrolle im Stall bemerkte er eine Rauchentwicklung und informierte sofort die Feuerwehr in Thumby. Beim Eintreffen der Wehr sei aber bereits ein offenes Feuer am Dach zu sehen gewesen, so der Gruppenführer Jörg Albrecht, dass man Alarmstufe zwei gegeben habe. Mithilfe der Nachbarwehren aus Damp, Söby-Holzdorf, Waabs, Loose, Rieseby und Zimmert musste eine ein Kilometer lange Löschwasserversorgung nach Thumby gelegt werden. Die Einsatzleitung lag in den Händen des stellvertretdenden Wehrführers Volker Blunck. Aufgrund eines massiven „Außenangriffs mit Löschwasser“ konnte das Feuer auf den Schaltraum begrenzt werden. Für die 3000 Schweine habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. „Zu einer Durchzündung ist es nicht gekommen“, sagte Jörg Albrecht. Eine Evakuierung war nicht erforderlich.

Unter den Rettungskräften war auch ein Elektriker. Durch den Komplettausfall der Stromanlage funktionierte die Lüftungsanlage für den hochmodernen Stall nicht. Diese habe schnellstens wieder funktionstüchtig sein müssen, ansonsten hätte den Schweinen der Erstickungstod gedroht, erklärte der Gruppenführer. Bis zur Wiederherstellung der Anlage lieferte ein Notstromgenerator der Feuerwehr Damp die nötige Energie für die Lüftungsanlage.

Um 3.52 Uhr hieß es „Feuer aus“. Um 5.07 Uhr rückten alle Wehren bis auf die Siesebyer Wehr ab. Diese blieb bis 11 Uhr zu Nachlöscharbeiten.

Der Sachschaden beläuft sich nach Auskunft der Polizei auf rund 200  000 Euro. Heute nehmen der Brandsachverständige und die Kriminalpolizei vor Ort die Ermittlungen auf.

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