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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 10:06 Uhr

Feuer an Bord: Hund rettet Segler das Leben

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Aufmerksamer Beagle wittert die Gefahr und weckt den Skipper / Rettung mit dem Schlauchboot

von
erstellt am 24.Sep.2014 | 18:09 Uhr

Nur durch die Aufmerksamkeit seines Hundes kam ein Segler gestern beim Brand seines Bootes mit dem Schrecken davon. Der Skipper lag bereits seit dem Nachmittag vor der Badestelle von Gunneby mit seinem Boot „Cariad“ vor Anker. Am frühen Abend hatte er sich noch einmal für einen kurzen Schlummer in die Koje gelegt. Erst durch das aufgeregte Verhalten seines Beagle wurde er wieder geweckt. „Man kann sagen, dass der Hund ihm das Leben gerettet hat“, kommentierte ein Polizeibeamter das Geschehen.

Denn zu diesem Zeitpunkt war die Kajüte schon komplett verqualmt. Der Rauch entstand im Bereich der Bordelektronik. Der Bootseigentümer griff sich Hund und notwendige Kleidungsstücke und setzte mit seinem Schlauchboot an Land. Dabei geriet er im Uferbereich an einen spitzen Stein, der das Schlauchboot aufschlitzte und es sinken ließ. Erst als der Segler am Ufer in Sicherheit war, konnte er die Rettungskräfte alarmieren.

Die Feuerwehren von Gunneby, Kius-Ulsnis, Steinfeld und Süderbrarup wurden ebenso alarmiert wie die Wasserschutzpolizei. Die Seenotrettungskreuzer „Wuppertal“ aus Maasholm und „Walter Merz“ aus Schleswig kamen ebenfalls zu Hilfe.

Erschwert wurde die Hilfeleistung durch eine Fehlmeldung, die die Retter zuerst nach Ulsnisstrand und nicht an den Strand von Gunneby leitete. Die Seenotrettungsboote löschten das Feuer, das bei ihrem Eintreffen bereits mit offener Flamme unter der Plicht brannte, mit Wasser aus ihren Bordpumpen.

Nach etwa einer Stunde konnten die meisten Rettungskräfte wieder abrücken. Nur eine Brandwache der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS) durchsuchte das abgebrannte Boot noch auf Glutnester, die sich durch die Bordwand fressen könnten. Anschließend wurde es in den nächsten Hafen geschleppt.

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