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Abschluss der Sprottentage : Fetzige Musik und imposantes Feuerwerk

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sprottentage mit Konzerten von „Tears for Beers“ und „Vize Udo und die Panikkomplizen“ /

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2017 | 06:46 Uhr

„Ich erwarte hier einen rockigen Abend“, sagte Gabriele Kapitzky im Vorfeld des Konzertes von „Tears for Beers“. Die Band war der musikalische Höhepunkt am Pfingstsonnabend auf der Bühne an der Hafenspitze. Sie habe schon mehrere Konzerte der Folkband gesehen – jedes Mal sei die Stimmung der Wahnsinn gewesen. Das Wetter klarte rechtzeitig auf, weitere Regenschauer blieben aus, so dass sich wie Gabriele Kapitzky Hunderte von Folkfans am Hafen versammelten.

Nach der Hälfte des Konzertes schwärmte die Schleswigerin von der musikalischen Darbietung und der Stimmung. „Das ist genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte.“ Mit einem Wechsel aus rockigeren Liedern und klassischem Irish Folk war für jeden Geschmack etwas dabei. So hielt es Stefanie Goos nicht ruhig auf dem Platz. Sie war mit Freundinnen zum Konzert gekommen und tanzte mitten in der Menge. Doch nicht nur Erwachsene feierten ausgelassen. Direkt vor der Bühne war Platz für Kinder. Hier tanzten die ganz Kleinen wild und ungehemmt bis in die Nacht.

„Ist das der echte Udo?“, fragte ein Gast am Sonntag ungläubig. Gemeint war der Auftritt der Coverband „Panikkomplizen“ aus Thüringen auf der Bühne an der Hafenspitze – speziell des Sängers Vize Udo (Arndt Rödiger). Der 47-Jährige hat höchstpersönlich von Udo Lindenberg selbst die Auszeichnung als Double bekommen. Sowohl in Stimme als auch in der Erscheinung kam Rödiger dem echten Udo sehr nahe – Hunderte von Fans auf dem Platz waren glückselig. Die Duette mit Sängerin Anna Stuckart waren hinreißend – das textsichere Publikum sang und tanzte. Das Konzert in Eckernförde war für die Thüringer Band der Auftakt für eine Tournee durch Deutschland.

Die Hansekogge am Innenhafen, die Sonnabend und Sonntag mehrere Törns und zwischendurch „Open Ship“ anbot, eine Fahrt mit dem Riesenrad, das grandiose Ausblicke aus 50 Meter Höhe auf den Hafen und die Altstadt garantierte und abends durch seine Beleuchtung ein echter Hingucker war, die Mitmach-Aktionen für Kinder im Sprottenpavillon, Buden, die für jeden Geschmack etwas zu essen und zu trinken verkauften und nicht zuletzt Wettergott Petrus, der doch noch ein Einsehen mit Eckernförde hatte – all das trug zum großen Erfolg der diesjährigen Sprottentage bei.

Absoluter Höhepunkt am Sonntagabend war das Feuerwerk über der Ostsee, das vor dem Marinestützpunkt gezündet wurde. Tausende von Zuschauern wohnten dem Spektakel bei. Beste Sicht auf das 15-minütige Schauspiel am Himmel hatte man vom Petersberg auf der Borbyer Seite, von der Außenmole am Hafen und vom Strand beim Ostsee Info-Center.

Das gute Wetter lockte viele Gäste auch noch gestern an Pfingstmontag an den Hafen. Noch einmal ging es mit Opsteekfru Stine und Fischer Fiete durch die Stadt, konnten Besucher sich auf der Führung „Auf der Spuren der Sprotte“ über den kleinen Fisch informieren oder einfach das bunte Treiben genießen. Nachdem die Hansekogge sich gegen 10 Uhr wieder Richtung Heimathafen Kiel verabschiedete und dadurch der Liegeplatz frei wurde, legte sehr zur Freude der vielen Sehleute die Brigg „Roald Amundsen“ an. „Diese Sprottentage waren ein rundum gelungenes Fest“, so ETMG-Veranstaltungsleiter Hans Peter Möller.

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