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150 Jahre EMTV : Festumzug mit Turnfestcharakter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

500 sportliche Teilnehmer zählte der Festumzug des Eckernförder MTV zum 150-jährigen Vereinsjubiläum am Sonnabend in der Innenstadt. Auch Kutschen und Trecker waren im Einsatz. Im Blickpunkt standen die Turnerinnen, die für ihre Übungen viel Applaus bekamen.

Beim Eckernförder MTV zeigen die Daumen ganz weit nach oben. Der Grund: Der optimale Verlauf und die große Resonanz auf die zwölfte von 15 Festveranstaltungen in diesem Jahr zum 150-jährigen Vereinsjubiläum. „Wir hatten bisher nur Top-Veranstaltungen, die heutige gehört zweifellos dazu“, bilanzierte ein rundum zufriedener Vorsitzender des EMTV, Merten Radeleff, nach dem Umzug der EMTV-Sportler und der aus 16 Gastvereine am Sonnabendmorgen durch die prall gefüllte Eckernförder Innenstadt. „Wir können froh und stolz auf das sein, was wir auf die Beine gestellt haben.“

Mit seiner Einschätzung dürfte Merten Radeleff nicht allein sein. Wer den Festumzug der rund 500 Teilnehmer miterlebt hat – und das waren tausende von Zuschauern in der quirrligen Fußgängerzone und an den Straßenrändern der Wegstrecke vom Meerwasserwellenbad bis zum EMTV-Heim am Pferdemarkt –, dürfte seine helle Freude an dem langen, bunten und aktiven Zug gehabt haben, der von den Spielmannszügen der TuS Eckernförde, des Barkelsbyer SV und der Stiftung Bahnsozialwerk Blasorchester Kiel begleitet wurde. Der EMTV hatte auch eine Pferdekutsche für die Ehrengäste wie Bürgervorsteherin Karin Himstedt oder die stellvertretende Bürgermeisterin Anke Göttsch aufgeboten. Vereinsmitglied Joachim Vick für den Trecker, auf dessen Anhänger ein Barren aufgebaut war, an dessen Holmen die jungen Turnerinnen an bestimmten Haltepunkten Auf- und Umschwünge, Handstände und weitere Übungen zeigten. Angeführt wurde der Zug von Fahnenträger Michael Bott, den Ehrenmitgliedern und dem Vorstand, der das Banner „Wir bewegen Eckernförde“ vor sich hertrug.

Und genau diese Botschaft gibt auch den Geist des Festumzuges wieder. Vor allem die jungen Turnerinnen sprühten vor Bewegungsfreude, schlugen auf dem Straßenpflaster ein Rad nach dem anderen, liefen im Handstand durch die Fußgängerzone oder ließen sich an einer von zwei größeren Turnerinnen gehalten „Reckstange“ im Kniehang baumeln. Unter der Leitung von Abteilungsleiterin Monika Bebensee und Trainerin Bettina Lensch absolvierten die Turnerinnen den Barren und Stufenbarren, sprangen in den Spagat oder übers Sprungseil. Eine eindrucksvolle Demonstration der Turnkunst und Freude an der Bewegung, die das Publikum immer wieder zu spontanen Applaus hinrissen.

Die Skaterhockeyspieler jagten eine La Ola-Welle nach der anderen durch den Zug, die Triathleten schoben ihre Fahrräder, die Tischtennis-Cracks warfen gelbe Pingpong-Bälle ins Publikum und rund um den Umzug Musik, Applaus, Zuwinken – eine schöne Atmosphäre bei spätsommerlichem Sonnenschein.

Besser hätte es trotz eines geplatzten Treckerreifens kaum laufen können, war die einhellige Meinung bei der abschließenden Zusammenkunft aller teilnehmenden Vereine am EMTV-Heim am Noorwanderweg. Zu den Klängen der Borby Dixies und der Spielmannszüge wurden die Eindrücke bei Grillwurst und kühlen Getränke vertieft. Nicht gegeneinander, sondern miteinander, gab der EMTV-Chef Radeleff die Losung für die Eckernförder Sportvereine aus. Nach wie vor schwebt ihm die Verschmelzung der Vereine zu einem Großverein mit professioneller Vereinsführung und Trainerstab vor. Gespräche in diese Richtung würden laufend geführt, einen Durchbruch allerdings gebe es noch nicht, sagte Radeleff.

Vielleicht ist es ja zum 175-jährigen Jubiläum des EMTV so weit.

 

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erstellt am 08.Sep.2014 | 06:09 Uhr

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