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Kleiderbörse : Festliche Kleidung für kleines Geld macht drei Mal glücklich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Festkleider, Anzüge und Accessoires boten am Wochenende 150 Anbieter bei der Festtagskleiderbörse an. Die 25 Organisatoren hatten alle Hände voll zu tun. Vor der Tür bildeten sich lange Schlangen, die Nachfrage war sehr groß.

Altenholz | In ein Kaufhaus für festliche Kleidung verwandelte sich zum dritten Mal das Eivind-Berggrav-Zentrum. Anzüge, Hemden, Kleider oder Blusen sowie Krawatten, Hüte, Taschen oder Schuhe für Jugendliche und junge Erwachsene suchten einen neuen Besitzer. Am Einlass hatte sich, schon bevor die Türen geöffnet wurden, eine lange Schlange mit Wartenden gebildet. Um das Gedränge zwischen den Verkaufsständern nicht zu groß werden zu lassen, koordinierte das 25-köpfige Organisationsteam den Besucheransturm in Etappen. Das hatte Nicole Polte zunächst etwas abgeschreckt. Die Lindhöfterin suchte zwei Kleider für ihre Töchter, da in der Familie eine Goldene Hochzeit auf dem Programm steht. „Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Hier ist so viel Auswahl, da werden wir auf jeden Fall etwas finden.“

Warten musste auch Johanna Lübbert. Die 22-jährige Verwaltungsfachangestellte hatte deshalb darüber nachgedacht, wieder nach Hause zu fahren. Immerhin hätte sie doch bereits ein Kleid im Schrank, dass sie auf dem am Abend stattfindenden Kieler Opernball anziehen könnte. Hundertprozentig glücklich war die Birkenmoorerin damit allerdings nicht. „Meine Freundin hat mich dann aber überzeugt, dass man meistens etwas findet, wenn man gar nicht unbedingt etwas braucht, und sie hatte recht. Ich habe ein tolles Kleid gefunden, das perfekt passt.“ Ein Rotes hätte zudem auch noch gefehlt. Da Johanna Lübbert sich gerne festlich anzieht und auf Bällen tanzen geht, hat sie bereits sieben Kleider, die allerdings immer neu gekauft wurden. Der Tipp mit der Altenholzer Festtagskleiderbörse sei von einer Bekannten gekommen, die zu den insgesamt 150 Verkäufern gehört. Mit dem 80 Euro teuren Kleid hätte sie zwar nicht das günstigste erwischt, es sei den Preis aber auf jeden Fall wert.

Ein Schnäppchen machte da hingegen ihre Freundin. Sarah Richter ergatterte eine silberne glitzernde Handtasche für nur zwei Euro. „Ich hatte in der Stadt schon geguckt, aber die waren mir alle zu teuer. Diese hier ist super. Genau so eine fehlte mir noch. Schließlich muss frau ja immer alles dabei haben.“ Fündig wurde auch Johannas Mutter Gaby Lübbert. Ein Kleid für zwölf Euro und eine Bluse für zwei nahm sie ohne anzuprobieren mit nach Hause und sagte mit einem Augenzwinkern: „Wenn es nicht passt, verkaufe ich es bei der nächsten Börse wieder.“ Die wird es vermutlich auch wieder geben. „Wir können wohl gar nicht anders“, stellte Anne Wieboldt vom Organisationsteam fest. „Wir haben viel Lob bekommen, hatten mehr Besucher und konnten den Umsatz im Vergleich zu den Vorjahren wieder steigern. Wir machen drei Partien glücklich. Die Käufer, die Verkäufer und die Kirchengemeinde, die 16 Prozent des Erlöses für bedürftige Familien bekommt.“

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erstellt am 10.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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