50 Jahre Vater-Unser-Kirche in Osdorf : „Fest in der Gemeinde verwurzelt“

Feierten das 50-jährige Bestehen der Vater-Unser-Kirche in Osdorf mit einem Festgottesdienst: Propst Sönke Funck vom Ev.-Luth. Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, Daniela Meyer, Vikarin in der Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft, Pastor Thomas Heik und Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein.
Feierten das 50-jährige Bestehen der Vater-Unser-Kirche in Osdorf mit einem Festgottesdienst: Propst Sönke Funck vom Ev.-Luth. Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, Daniela Meyer, Vikarin in der Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft, Pastor Thomas Heik und Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein.

Bischof Gothart Magaard bei 50-Jahr-Feier der Vater-Unser-Kirche in Osdorf zu Gast. Es folgen Konzerte und Stallgottesdienste.

shz.de von
05. Dezember 2017, 06:41 Uhr

Osdorf | Es war eine Festwoche für die Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft: Die Vater-Unser-Kirche in Osdorf besteht seit 50 Jahren. Das Gotteshaus wurde am 1. Advent 1967 eingeweiht. Aus diesem Anlass hielt jetzt Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, in der Vater-Unser-Kirche eine Predigt.

Osdorfs Pastor Thomas Heik machte deutlich, dass die Kirchengemeinde seit Wochen und Monaten auf diesen Tag hingearbeitet habe. Die Sitzbänke im Gotteshaus waren voll besetzt. Der Pastor blickte auf die vergangenen 50 Jahre zurück – so war es in seinen Augen eine gute Entscheidung, dass die Gemeinde Osdorf eigenständig geworden ist.

Diese Meinung teilte Propst Sönke Funck vom Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, der ebenfalls zu den Gratulanten zählte. Dass sich die Entscheidung zur Eigenständigkeit letztlich als gut herausstellte, dazu tragen nach seiner Einschätzung die Menschen bei, die in der Kirchengemeinde leben und sich engagieren. Er sehe, dass Osdorf wachse, was neue Baugebiete belegten.

„In tiefer Verbundenheit“, sei er der Einladung gefolgt, betonte Gothart Magaard. Er sei dankbar, dass Pastor Heik vor drei Jahren für neun Monate in der Bischofskanzlei als persönlicher Referent ausgeholfen habe. Er stellte in seiner Predigt die Kirche als „Warteraum des Glaubens“ vor, Gottes Reich bald zu betreten. Es gebe unterschiedliche Arten zu warten, so der Bischof. So warteten Menschen beispielsweise bei Ärzten ungeduldig, gelassen, gelangweilt oder aufmerksam mit Interesse für ihre Zeitgenossen. Dies sei zwar eine Wartezeit, so Magaard, aber genauso auch Lebenszeit. Daher stellte er die Frage, wie man die Wartezeit verbringen möchte. Wie viele frohe und schwere Zeiten habe man mit anderen geteilt?

„Die Kirche kann viele Geschichten erzählen“, sagte der Bischof, „es werden Taufen und Hochzeiten darin gefeiert, und es wird auch Abschied genommen.“ Sie sei ein Ort des Nächsten, nicht ein Warten auf Morgen. „Gott wird diese Welt nicht fallen lassen“, das drücke der Name der Kirche aus, so Magaard. Auch Kurt Arndt, Amtsvorsteher des Amtes Dänischer Wohld, gehörte zu den Gästen. Er selbst sei Zeitzeuge des Baus der Vater-Unser-Kirche, die heute ein festes Grundelement der Gesellschaft geworden sei. „Fest in der Gemeinde verwurzelt hebt sie reges Leben hervor“, so Arndt.

Bürgermeister Joachim Iwers erinnerte an die Brüder Hans und Willy Ohms, die zur Zeit des Kirchenbaus als Bürgermeister und Kirchenvorsteher amtierten. Sie seien in der Gemeinde vorbildliche Persönlichkeiten gewesen und hätten zum Bau der Kirche und zur Eigenständigkeit der Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft ihren Beitrag geleistet.

Zur Melodie „Auld Lang Syne“ hatte Pastor Heik ein Geburtstagsständchen für die Kirche getextet. Das Lied wurde gemeinsam mit Gerrit (Gitarre und Gesang) und Carina Beese (Gesang) ausgearbeitet, die mit den Strophen „Kinder kommen gern, Konfis zeigst Du den Weg, im Alter gibst Du Halt“ für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten. Ebenso mit von der Partie war der Kirchenchor, der eine Interpretation des Liedes „Let It Shine“ intonierte. Sein Einzug wurde durch ein Streichorchester begleitet.

Im Anschluss an den Festgottesdienst überreichte Pastor Heik noch Preise an die Teilnehmer eines Malwettbewerbs anlässlich des Kirchenjubiläums. Insgesamt 111 Bilder waren eingereicht worden und zieren momentan die Wände des Gotteshauses.

>Weitere Termine zum Jubiläum der Kirche:
6. Dezember, 18 Uhr, Nikolaus-Stallgottesdienst auf dem Hof Köpke in Felm; 8. Dezember, 17 Uhr, Konzert des Liedermachers Stefan Schauer in der Vater-UnserKirche; 9. Dezember, 17 Uhr, Jubiläumskonzert „50 Jahre Vater-Unser-Kirche Osdorf“ des Kirchenchors unter der Leitung von Gabriela Sallai (der Eintritt ist frei, aber Spenden werden zugunsten des Hospizvereins Dänischer Wohld entgegen genommen); 10. Dezember, 18 Uhr, Stallgottesdienst auf Hof Petersen (Noerer Straße).



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