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Endlich fertig ! : Feinarbeit an der Miniatur-Schule

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Restaurierung des Schulmodells ist abgeschossen / Fördervereins des Dorfmuseums lädt morgen zum Vortrag der Restauratoren ein

von
erstellt am 01.Apr.2016 | 06:27 Uhr

Sehestedt | Jetzt ist die kleine Miniaturausstellung im Sehestedter Dorfmuseum wieder vollständig. Nachdem der Globus, zwei Dorfreliefs und das Modell der Kirche bereits im vergangenen Jahr restauriert und wieder aufgestellt wurden, ist nun auch der Nachbau des alten Schulhauses zurück in Sehestedt. Die Hildesheimer Restauratoren Madeleine und Hanno Alsen, die bereits die anderen Exponate restauriert haben, haben etwa ein Vierteljahr an dem Schul-Modell gearbeitet. Der Förderverein des Dorfmuseums lädt daher morgen um 15 Uhr in das Pastorat ein. Dort werden die beiden über ihr Handwerk und über die Restaurierung des Schulmodells berichten.

„Die Modelle haben lange auf dem Dachboden gelegen, ungeschützt und Wärme und Kälte ausgesetzt“, erzählt die Vereinsvorsitzende Susanne Fedders, entsprechend sei der Zustand der Modelle gewesen. „Wir haben das Schulhausmodell gesäubert und kleine Einzelteile, die sich gelöst hatten, befestigt“, berichtet Hanno Alsen unserer Zeitung über die Arbeiten. Und dafür war ordentlich Fingerspitzengefühl erforderlich, denn das Modell der Schule, die 1971 geschlossen wurde, ist ein exakter Nachbau des Originals im Maßstab 1:25. Gebaut hat das naturgetreue und detaillierte Modell ebenso wie die der Kirche (1960), den Globus (1968) und die Dorfreliefs, Schulleiter Max Kaun sowie seine Schülerinnen und Schüler in den Jahren 1957 bis zur Schließung. Max Kaun hat 1948 als Lehrer an der Volksschule angefangen, zwei Jahre später wurde er Schulleiter und blieb es bis 1971.

Als Material benutzten die jungen Modellbauer Presspappe, dünnen Leisten und Sperrholz sowie Farbe. Aber nicht nur von außen entsprechen die kleinen Kunstwerke exakt den Originalen, sondern auch das Innere wurde „kopiert“. Von der Lampe, bis zu den Stühlen und Sofakissen wurde die Einrichtung des Lehrerwohnhauses und der Altar, die Orgel und Taufschale der Kirche von den Siebt- bis Neuntklässlern nachgearbeitet. Ein Blickfang im Museum ist auch der Globus mit einem Durchmesser von etwa einem Meter und einem Durchmesser von 1,05 Meter und einem Umfang von 3.30 Metern. Auch hier haben sich die Schüler maßstabsgetreu 1:121 an das Original gehalten. Damit die Arbeiten mehr in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden, entstand 1982 im Dachgeschoss der alten Schule ein kleines Museum. Mit der Eröffnung des Dorfmuseum 2008 im Pastorat wurden die Modelle hier ausgestellt.

Die Restaurierung der Kirche vor einem Jahr kostete rund 2400 Euro, ähnlich hoch sind jetzt die Kosten für das Schulhaus. Finanziert werden konnte das durch den Förderverein und Spenden.

„Globus – Kirche – Schule endlich restauriert“ heißt die Veranstaltung morgen um 15 Uhr im Sehestedter Pastorat. Der Verein zur Förderung des Dorfmuseums ist froh, dass der „Schatz des Museums“ wieder vollständig restauriert wurde. Neben den Erzählungen und Bildern von den Arbeiten gibt es auch Kaffee und Kuchen.

>www.dorfmuseum.sehestedt.de

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