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Flohmarkt Für Gute Zwecke : Feilschen und Gutes tun

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rund 1000 Euro kamen gestern beim Eckernförder Flohmarkt für gute Zwecke für die Spendenkasse zusammen. Die Veranstalterinnen sind zufrieden - und suchen noch ein soziales Projekt, das sie unterstützen können.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2014 | 06:46 Uhr

74 Stände, 15 Kinder-Decken und zwei zufriedene Organisatorinnen: Gestern konnten Flohmarkt-Freunde in Eckernförde wieder auf Schnäppchen-Pirsch gehen, feilschen und zuschlagen – und das alles für den guten Zweck. Auf dem Edeka-Parkplatz hatten Rosi Moltzen (46) und Silke Jürgensen (39) wieder ihren Flohmarkt mit sozialem Mehrwert organisiert. Die Standgebühren werden gespendet – gestern kamen rund 1000 Euro zusammen.

Altes Werkzeug, betagte Bratpfannen, ein Strohschwein oder die „Hundeschutzhose de Luxe“: Bei gutem Wetter und später viel Sonnenschein suchten bereits am frühen Morgen hunderte Besucher die Stände nach alten oder verkannten Schätzchen ab. Dabei machten auch erprobte Anbieter die Erfahrung, dass das Kaufverhalten kaum vorherzusagen ist. „Die Ledersachen für’s Motorrad gehen heute gar nicht“, sagte Astrid Wulff aus Fleckeby. „Ich hätte aber viel mehr Porzellan verkaufen können, habe zu Hause noch Kisten voll davon“, so Astrid Wulff, die mit Ehemann Joachim einen Stand aufgebaut hatte und bereits vor ein paar Jahren teilgenommen hat. Der gute Zweck motiviert sie besonders – „und auch, dass es hier nicht so groß ist“, sagte sie, während eine Kundin ein Paar Jeans begutachtete. Seit kurz vor sechs Uhr in der Frühe waren die Wulffs dabei – für manche ist das schon spät. Doch auch ein Anbieter-Paar von gegenüber ließ es am Morgen relativ gemütlich angehen, kam erst um sechs Uhr an. Anke Schmidt und ihr Ehemann hatten einen Anhänger voller Bücher dabei. „Und die gehen richtig gut – das hätte ich nicht gedacht“, meinte Anke Schmidt, die den Nachlass einer Tante verkaufte.

Weniger Glück hatte die Veranstalterin, Rosi Moltzen, mit ihrem eigenen Flohmarkt-Stand. Um 4.30 Uhr war sie bereits da, doch außer einem Handy wurde sie nicht viel los. „Dieses Jahr habe ich einfach Pech“, erzählte sie, nahm es aber locker. Denn schließlich war sie mit dem Besucherandrang und den Ausstellern sehr zufrieden: „Gute Kundschaft, viele neue Aussteller.“

Seit 17 Jahren organisieren Rosi Moltzen und Silke Jürgensen den Flohmarkt, „die 20 wollen wir gern vollkriegen“, sind sich beide einig. Mit vier Ständen fing es an, das Maximum lag bei 184 Anbietern im Jahr 1999 – ein sehr heißer Sommer. Einen Wunsch teilen beide zudem: „Es wäre toll, wenn wir einen festen Standort halten könnten, sagte Silke Jürgensen. Derzeit seien sie in Verhandlungen.

Mit einem Überschuss von 500 Euro plus der Standgebühr-Summe von gestern befinden sich nun rund 1500 Euro in der Spendenkasse. Ein Drittel davon kommt eventuell Tafel-Kunden zugute. Für den restlichen Betrag wird noch ein konkretes Projekt gesucht – etwa die Ausstattung einer Schulklasse. Interessenten können sich unter Tel. 04351/893377 bei Rosi Moltzen melden.

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