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Strande : Feilen an der Ortsentwicklung – gleiche Bedingungen für alle Gastronomen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bauausschuss steckt Rahmen fest

Die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 12 für den südöstlichen Bereich von Strande – mittlerer und südöstlicher Bereich Strandstraße, südlicher Bereich Rudolf-Kinau-Weg, südlicher Bereich Dorfstraße und Kurstrand – nimmt weiter Form an. Auf der Bauausschusssitzung im Yacht-Club Strande beschlossen die Mitglieder einstimmig, die vom Planungsbüro Bahlmann erarbeiteten Änderungsvorschläge, die aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen aus der Bevölkerung erfolgt waren, anzunehmen.

Hierzu zählt, dass in den beiden Hotels keine weiteren Wohnungen zur Dauer- oder Zweitnutzung vermietet werden, sondern nur im Dachgeschoss Bereiche für die Belegschaft zur Verfügung stehen sollen. Eine Aufstockung des Strandhotels auf drei Vollgeschosse im hinteren Bereich würde es nicht geben. Die Anlieferung der Hotels würde zum Ärgernis der Anwohner mit unnötigen Rangiervorgängen verbunden sein, da die Fahrzeuge nicht nur über den Rudolf-Kinau-Weg ein-, sondern auch ausfahren würden. Vorgeschrieben ist bereits jetzt in dem Fall eine Weiterfahrt Richtung Dorfstraße. Eine Richtungsänderung dürfe es auch bei Einfahrt über die Dorfstraße nicht geben. Die Schranke, die für größere Anlieferer zu schmal sei, müsste der Eigentümer entsprechend verbreitern. Lärmbelästigung durch die Anlieferungen oder Lüftungsanlagen der Hotels, die über das Maß in einem Mischgebiet hinausgehen, müssten belegt werden. Parkflächen am Buswendeplatz sollen nicht verringert werden. Anwohner aus dem Bereich der östlichen Strandstraße hätten Bedenken, dass dieser Teil für den Durchgangsverkehr geöffnet werden würde. Dass sei jedoch nicht der Fall. Auch gebe es keine Verbreiterung der Straße oder die Erweiterung der Parkbuchten. Den Gastronomiebetrieben steht je ein Stellplatz zur Verfügung. Dass dort mehr Fahrzeuge stehen würden, sei im B-Plan nicht vorgesehen und eine Ordnungswidrigkeit.

Dabei wird es für den Pächter von „Brunos“ an anderer Stelle nicht bleiben. Der rund 30 Quadratmeter große Anbau, der kürzlich erfolgte, sei nicht zulässig, da die bebaubare Fläche 180 Quadratmeter nicht überschreiten dürfte. Dieses gelte für alle drei Betriebe an der Promenade. Der Kreis prüfe, ob ein Rückbau erfolgen muss. Ebenso dürften alle drei ihre maximal 80 Quadratmeter große Außenterrasse nicht überdachen oder eine Dachterrasse auf ihrem bestehenden Gebäude errichten. Für den Müll würde die Gemeinde jeweils einen drei mal sechs Meter großen Standplatz ausweisen, der einzugrünen ist. Ulrich Kauffmann (FDP) regte an, den Platz etwa zwei Meter in Richtung Strand zu verschieben, um nicht direkt an der Promenade anzuschließen und dazwischen eine Begrünung zu erreichen. Zwingend fünf Bäume anzupflanzen, wurde auf Wunsch der Anwohner gestrichen.

Die benachbarten Gemeinden machten keine Belange geltend. Die Stadt Kiel hätte lediglich auf den geschützten Landschaftsbereich hingewiesen, dessen Veränderung aber ohnehin mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt sei.

Eine erneute Auslegung des Entwurfs- und Auslegungsbeschlusses könnte nun mit verkürzter Auslegungsfrist von 14 Tagen erfolgen, um den Bürgern wiederholt Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben. Wann das sein wird, entscheidet die Gemeindevertretung am 4. Dezember.

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