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Golf-Bundesliga : Fehlende Konstanz kostet die 1. Liga

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Altenhofs Herrentrainer Nils Sallmann gibt nach dem Abstieg eine deutliche Devise aus: „Der Wiederaufstieg ist das Ziel!“ Das könnte für die Damen schwierig werden, da sie zu sehr auf ihre Stammbesetzung angewiesen sind.

Altenhof | In der Nacht von Sonntag auf Montag, gegen 1 Uhr, war das Kapitel 1. Bundesliga für die Golferinnen und Golfer endgültig beendet, als beide Teams von ihren Auswärtsspieltagen zurück kamen. Vorerst beendet. Die Herren kehrten mit einem enttäuschenden letzten Platz vom GC Hösel zurück und verpassten es damit deutlich, dem Abstieg doch noch von der Schippe zu springen. „Die Stimmung war schon bedrückt“, erklärt Headpro Nils Sallmann. Etwas besser war die Laune bei den Damen, die auf dem Platz des Düsseldorfer GC zwar erneut Spieltagsletzter wurden, aber der Abstand war dieses Mal nicht ganz so groß. „Dennoch muss man einfach festhalten, dass Welten zwischen uns und den anderen Clubs liegen. Dass wir an jedem Spieltag recht deutlich Letzter werden, hätte ich vor der Saison dann doch nicht gedacht“, sagt GCA-Spitzenspielerin Chris Kobarg. Für sie selbst war es zumindest ein toller Abschluss, mit einer Par-Runde im Einzel. Ob sie in der kommenden Zweitliga-Saison mit dabei ist, ist aus einem erfreulichen Grund etwas fraglich: Kobarg bekommt im Januar 2016 ihr erstes Baby – Glückwunsch!

Nils Sallmann bleibt auch nach dem feststehenden Abstieg ein Trainer, der die klare Ansprache wählt. „Mit Nicolaj Hansen und auch Moritz Ackerhans haben an diesem Spieltag wieder zwei unserer Spitzenspieler nicht gut gespielt. Diese fehlende Konstanz in der Breite war sicherlich ein Grund, weshalb es am Ende nicht gereicht hat.“ Jedoch ist der Coach weit davon entfernt, irgendwelche Schuldzuweisungen an einzelne Spieler auszusprechen: „Wir gewinnen und verlieren zusammen als Team“, stellt er klar und fügt hinzu: „Meine Spieler gehen selber alle sehr kritisch mit sich um. Sie wissen, dass uns die fehlende Konstanz zu viele Schläge gekostet hat.“

In Hösel hätte es aber auch nicht zum Klassenerhalt gereicht, wenn die Tagesform bei drei, vier Spielern besser gewesen wäre. „Wir sind schlecht gestartet. Frankfurt dagegen hatte sicherlich etwas Angst, dass sie erneut patzen – sie haben es dann aber richtig gut gemacht.“ Spätestens nach dem sehr guten Start der Frankfurter in den Vierern waren alle Altenhofer Hoffnungen dahin. „Die Vierer hätten wir uns dann schenken können. Da waren meine Spieler natürlich deprimiert. Das hat man dann auch im Ergebnis gesehen.“

Aber Sallmann nimmt aus dieser Saison auch einige sehr positive Tatsachen mit: Mit Jonas Mielck oder auch dem erst 16-jährigen Niklas Theilken haben Spieler aus der zweiten Reihe gezeigt, dass sie an guten Tagen bereits Erstliganiveau haben. Wie bei den gesetzten Spielern gilt es auch für sie, künftig an der Konstanz zu arbeiten. Sallmann blickt bereits wieder in die Zukunft: „Das Ziel ist klar, wir wollen nächste Saison wieder in die 1. Liga aufsteigen.“ Und dann stehen die Chancen auch besser, sich zu halten, denn ab 2016 wird es nur noch einen Absteiger geben, und nicht mehr zwei, wie noch in dieser Saison. Am Kader wird es wohl keine größeren Veränderungen geben. „Wir sind in dieser Konstellation stark genug, um wieder aufzusteigen“, so Sallmann.

Spannend dürfte die Entwicklung beim Damenteam des GCA sein. Zwar sind viele Spielerinnen noch jung, doch hat es in dieser Saison keine geschafft, den etablierten Spielerinnen wie Chris Kobarg, Katharina Drerup oder Sophia Ackerhans richtig Druck zu machen. Am letzten Spieltag in Düsseldorf wurden zumindest Melanie Kunz und später auch Lara Bäumken im Vierer für ihre Mannschaftsdienlichkeit mit einem Einsatz belohnt, auch wenn es aus sportlicher Sicht nicht zu 100 Prozent rund lief.

In der kommenden Saison werden Katharina Drerup und Jutta Alberts in den Endphasen ihres Studiums sein. Und auch Sophia Ackerhans, die in Kopenhagen studiert, wird beim Training nicht regelmäßig vor Ort sein können. Umso wichtiger wäre es, wenn die weiteren Perspektivspielerinnen einen Schritt nach vorne machen. „Eine Fahrstuhlmannschaft zu werden, kann nicht unser Ziel sein“, sagt Chris Kobarg, die als Teamkapitän Bilanz zieht: „Wir haben einen guten Job gemacht, aber natürlich macht es keinen Spaß, fünf mal Letzter zu werden. Mit der aktuellen Spielstärke gehören wir einfach nicht in diese Liga.“

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erstellt am 04.Aug.2015 | 06:00 Uhr

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