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FDP im Hotel Stadt Hamburg : FDP: Die Kandidaten für drei Wahlkreise stehen fest

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kubicki wird einstimmig für Wahlkreis 8 gewählt. Auch Schlegelberger-Erfurth und Deising treten an.

Gettorf | Die Landtagswahl am 17. Mai 2017 wirft ihre Schatten voraus: Am Sonnabend trafen sich die Mitglieder der Wahlkreise 8 (Eckernförde), 9 (Rendsburg Ost) und 10 (Rendsburg) im Hotel Stadt Hamburg zur gemeinsamen Wahlkreismitgliederversammlung, um ihre Kandidaten für den kommenden Kieler Landtag zu wählen.

Nach der Begrüßung durch die Kreisvorsitzende Regine Schlegelberger-Erfurth wurden mit den Wahlen des Versammlungsleiters Bernd Hadewig und weiterer Funktionsträger die notwendigen Formalitäten erledigt, bevor es an die eigentlichen Wahlen ging. Ohne Gegenkandidaten stellten sich der Wahl Wolfgang Kubicki für den Wahlkreis 8, Regine Schlegelberger-Erfurth für den Wahlkreis 9 und Henry Deising für den Wahlkreis 10. Bei der Vorstellung der Kandidaten betonte Kubicki, der seiner Partei gute Chancen einräumt, dass die FDP in Schleswig-Holstein ein gutes Ansehen genießt. Für den Fall, dass er erneut in den Landtag einzieht, nannte er als Schwerpunkte seiner Aufgaben Bildungs- und Infrastrukturpolitik. Außerdem, so Kubicki, müsse das Land zu einem wirtschaftsfreundlicheren Klima finden. Zur Bildungspolitik der jetzigen Regierung sagte Kubicki, das gut gemeint oftmals das Gegenteil von gut gemacht sei. „Wir müssen junge Menschen befähigen, das Beste aus sich zu machen“, so der FDP-Politiker. Hinsichtlich der Infrastruktur bemängelte er unter anderem den schlechten Zustand der Straßen und warf der Regierungskoalition vor, dass sie offenbar jedwede Straßenbaumaßnahme für schädlich halte. Zudem müsse in Schleswig-Holstein ein wirtschaftsfreundlicheres Klima hergestellt werden, zum Beispiel dadurch, dass optimale Voraussetzungen für Unternehmensgründungen geschaffen werden.

Der oftmals geäußerten Meinung, dass sich die FDP teilweise programmatisch nicht groß von der AfD unterscheide, widersprach Kubicki deutlich. Die AfD lebe davon, dass sie die Ängste der Menschen weiter schüren, wodurch die Partei Zulauf bekomme. „Die FDP ist das genaue Gegenteil – wir wollen Probleme lösen, damit die Menschen keine Angst haben“, stellte Kubicki klar.

Regine Schlegelberger-Erfurth sagte, dass Schleswig-Holstein einen Wandel brauche, da das Land in Unfähigkeit erstarrt sei. „Eine Landesregierung, die es nicht besser kann oder will, muss abgelöst werden. Die FDP kann es besser“, so die Kreisvorsitzende, die ihre Politik im Wahlkampf und auch im Landtag „mit Nachdruck, Energie und Überzeugungskraft“ vertreten will.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Henry Deising schließlich meinte, dass eigentlich alles gesagt sei und schloss sich damit seinen Vorrednern an. Dass er gern in den Landtag einziehen will, liege auch daran, dass er als bürgerliches Mitglied im Kreistag miterlebt habe, dass es Vorgaben seitens des Landes gibt, die eigentlich keiner verstehen kann.

Wolfgang Kubicki wurde bei 48 abgegebenen Stimmen einstimmig gewählt, Regine Schlegelberger-Erfurth erhielt von 50 abgegebenen Stimmen 34 Ja- und 13 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen, bei Henry Deising wurden 51 Stimmen abgegeben, er wurde mit 32 Ja-Stimmen bei 11 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen ebenfalls für die Landtagswahl nominiert.

Wer nun meint, dass danach alle Anwesenden den Rest des sonnigen Tages genießen konnten, der irrt. Unmittelbar im Anschluss an die Wahlkreismitgliederversammlung schloss sich der Kreisparteitag an, auf dem es in der Hauptsache um die Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten zum Landesparteitag sowie zum Landeshauptausschuss ging.


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