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Faszinierende Welt der Ostsee und der Märchen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Senioren- und Jugendredaktion zu Besuch im Ostsee-Info-Center: Von Knurrhähnen, Zaubereien und irischen Feen / Weihnachtsfeier der besonderen Art

von
erstellt am 20.Dez.2016 | 06:23 Uhr

An Reife, Erfahrung und Kenntnissen der heimischen Region mangelt es den Besuchern des Ostsee-Info-Centers bei der jüngsten Weihnachtsfeier der Senioren- und Jugendredaktion der Eckernförder Zeitung nicht. Dennoch verließen sie nach gut vier Stunden Führung, Vorführungen und einem ausgezeichneten Büffet mit entsprechenden Getränke beschwingt und mit vielen neuen Kenntnissen und Eindrücken das kleine Meeresinstitut an der Hafenspitze.

Meeresbiologin Adrienne Günther erklärte die Ostsee und ihre Bewohner so einprägsam und präzise, dass die Zeit wie im Flug verging. Salzgehalt, Tiefe, Sauerstoff und ihre Auswirkungen auf die Tierwelt unter Wasser spannend erzählt und die Anschauungsobjekte direkt vor der Nase – das faszinierte die Gäste. Seien es die Knurrhähne, die ihr Becken förmlich zu bewachen schienen und sich mit abgespreizten Brustflossen in Positur brachten, die dreistacheligen Stichlinge, Miesmuscheln, Dorsche oder dicklippigen Meeräschen – alles einheimische Arten, deren Lebensraum nur einen Steinwurf vom OIC beginnt. Adrienne Günther referierte über hartgesottene Seesterne, die bei Verlust ihrer Arme die Fähigkeit zur Regeneration haben, über Schollen, die bis zu 30 Jahre alt und 70 Zentimeter groß werden können und den Unterschied zwischen Scholle und Flunder: Schollen sind oben glatt, Flundern rau (und schmackhafter). Und Miesmuscheln haben nicht etwa einen miesen Charakter, sondern „Mies“ ist ein anderes Wort für „Moos“ – man könnte sie auch Moosmuscheln nennen. Hilfreich sind sie in jedem Fall: eine drei Zentimeter kleine Muschel filtert ein Liter Wasser pro Stunde. Und nimmt auch die toxischen Substanzen auf, die vor allem im Sommer in den Monaten mit einem “r“ stark im Fleisch angereichert werden, weshalb Miesmuscheln dann möglichst nicht verzehrt werden sollten.

Danach wurde es im ersten Stock des OIC zauberhaft: Ein junger Mann aus Loose entführte die staunenden Zuschauer in die Welt der Magie, ließ Tücher und Bälle verschwinden oder auf wundersame Weise verschmelzen, wusste, welche Karte sich ein „Helfer“ aus einem dicken Stapel ausgeguckt hatte und dergleichen Kunststücke mehr. Eine sehr unterhaltsame und erstaunliche Vorführung, die mit viel Beifall belohnt wurde.

Den gab es auch für Ingeborg Tophinke, die im grünen Samtkleid erschienen war und das irische Märchen „Diamot mit dem Liebesfleck“ vortrug. Keine Lesung, sondern eine freie Darstellung des zauberhaften Märchens aus der Welt der Feen. Als Zugabe gab es ein litauisches Märchen mit der schönen Holle und dem Junker Tod, der eine alte Frau holen sollte ...

Immer nah am Geschehen Ingrid Margarethe Engelmann aus der Seniorenredaktion, die mit ihrem Skizzenblock alles festhielt und daraus eine Collage anfertigte, die keiner Worte bedarf.

Die Senioren- und Jugendredaktion freut sich auf die weiteren Ausgaben, die sie mit ihren Texten, Fotos und Bildern bereichern möchte.

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