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Ausstellung : Faszinierende Exoten: Ruhig in der Bewegung und schön gezeichnet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Terrarienkreis Kiel informiert über die richtige Haltung von Reptilien

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Schlangen, Spinnen und Echsen – wer diese und andere exotische Tiere näher kennen lernen, etwas über ihre Lebensweise und Haltungsbedingungen erfahren möchte, kann das in diesen Tagen im Tierpark tun. Noch bis zum nächsten Sonntag ist der Terrarienkreis Kiel mit einer Auswahl an Reptilien in den Tropenhallen des Tierparks zu Gast.

„Wir wollen Ängste nehmen, informieren, Aufklärungsarbeit leisten und natürlich uns als Verein präsentieren“, sagt der Vorsitzende Sascha Engelbrecht. Seine Aufgabe sieht der 1998 gegründete Verein darin, sich gezielt für die artgerechte Haltung und Pflege exotischer Heimtiere wie Amphibien, Reptilien und Spinnentiere einzusetzen. Der Verein bietet Anfängern in der Terraristik eine Anlaufstelle und Hilfestellung, er nimmt in Not geratene oder nicht mehr gewollte Terrarientiere auf, lässt sie tierärztlich versorgen, päppelt sie auf und versucht sie danach gegebenenfalls in sachkundige Hände zu vermitteln. Die Mitglieder besuchen mit ihren Reptilien Schulen und Kindergärten, um Kindern die faszinierende Welt der Exoten nahezubringen und sie für den Tier- und Artenschutz zu sensibilisieren.

Sascha Engelbrecht liebt die exotischen Tiere, ihre schönen Zeichnungen und ihre ruhigen Bewegungen. Acht verschiedene Arten von Spinnen haben sie mitgebracht. „Alle in ihrer Art besonders und unterschiedlich in ihren Haltungsansprüchen“, erzählt er. Darunter die baumbewohnende Ornament-Vogelspinne, der Klassiker in der Spinnenwelt, die gut zu handhabende Rotknie-Vogelspinne mit hoher Toleranzgrenze oder die rote Chile-Vogelspinne, wegen ihres zarten Rotschimmers von der Optik her beliebt. In einem extra eingerichteten Dark Room können dämmerungs- und nachtaktive Tiere wie Geckos, Skorpione und Tausendfüßler beobachtet werden. Darüber hinaus verschiedene Echsen, Frösche, Wasserschildkröten und eine Auswahl an Königsnattern und Riesenschlangen, wie Boas und Pythons. „Die Tiere sind kein Kurzzeitvergnügen“, sagt er. Schlangen etwa können über 30 Jahre, Spinnen an die 20 Jahre alt werden. „Wenn man sich so etwas anschafft, ist das für einen langen Zeitraum. Dessen sind sich die Leute gar nicht so bewusst.“

Bis zum Hamburger Rand stehen sie im Kontakt mit Tierärzten, Veterinärämtern und Naturschutzbehörden, erzählt er. In den letzten Jahren seien weit über 80 Tiere abgegeben, sichergestellt oder gefunden worden. „Alles, weil die Leute Strom und Futter nicht mehr bezahlen wollen oder können oder die Platzverhältnisse scheuen“, bedauert er. „Jeder kann sich ein solches Tier im Zooladen kaufen. Ob die Haltungsbedingungen stimmen, interessiert keinen. Leider gibt es da keinerlei Kontrolle.“

> www.terrarienkreiskiel.de
> www.tierparkgettorf.de



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