"Fast familiär": Der Kunsthandwerkermarkt in Altenhof

Organisiert mit viel Liebe den Kunsthandwerkermarkt in Altenhof: Sonja Grabert. Foto: Rit
Organisiert mit viel Liebe den Kunsthandwerkermarkt in Altenhof: Sonja Grabert. Foto: Rit

shz.de von
12. November 2010, 03:59 Uhr

Altenhof | Die Liste der Aussteller, die beim Kunsthandwerkermarkt im "Grünen Jäger" ihre Werke einem Publikum vorstellen und verkaufen wollen, ist lang. "Manchmal dauert es Jahre, bis ich jemandem zusagen kann", erklärt Sonja Grabert. Sie organisiert gemeinsam mit Rita Schirmack den mittlerweile schon traditionellen Kunsthandwerkermarkt in Altenhof. Und auch dieses Mal säumten wieder Stände von 21 Ausstellern den Saal des Gasthauses. Und die Liste derer, die gerne einmal bei einem der beiden Märkte im Jahr dabei wären, ist sogar noch länger. "Aber ich kann nicht nur Schmuckaussteller oder nur Kerzen zulassen", erklärte Sonja Grabert und fügte hinzu, dass sie aber bemüht sei, den Gästen jedes Mal neben Altbewährtem auch immer wieder neue Stände zu bieten.

Dabei richtet sie sich nach dem, was gerade besonders gefragt ist. Derzeit ist das Interesse an Schmuck besonders groß. Daher waren an diesem Wochenende auch drei Schmuckstände auf dem Kunsthandwerkermarkt zu finden. Einer von ihnen gehörte Petra Böge aus Eckernförde. Sie stellt Schmuck her. Früher war sie aber auch schon mit ihren Windlichtern auf dem Markt zu finden. Die sind ihr inzwischen aber zu sperrig, und Schmuck lässt sich eher einmal weglegen, wenn die Zeit nicht reicht, um ihn fertigzustellen. Aber Schmuckherstellen ist Fummelarbeit. Oftmals gelingt es nicht sofort, den Verschluss zu befestigen, oder Petra Böge gefällt ihre eigene Arbeit plötzlich nicht mehr und sie fängt von Neuem an. Daher braucht sie auch schon mal bis zu drei Stunden für ein Teil. Aber die Arbeit lohnt sich. Denn die Eckernförderin kennt den Reiz, den Schmuck auf Menschen ausübt, ganz genau: Schmuck kann immer wieder neu kombiniert werden, es gibt ihn in verschiedenen Farben und Formen. "Geschmäcker ändern sich", weiß auch die Eckernförderin. Deswegen sind die Preise für ihre Kreationen auch nicht so hoch - "dann macht es nichts, wenn man den Schmuck irgendwann nicht mehr trägt."

Sylvia Nissen interessierte sich für die verschiedenen Angebote auf dem Kunsthandwerkermarkt. Sie suchte nach Inspirationen und hoffte, vielleicht schon das ein oder andere Weihnachtsgeschenk erwerben zu können. Der Markt in Altenhof gefiel ihr. Er sei zwar klein, dafür aber "kuschelig und fast familiär", meinte sie.

Ursula Semma sah das ähnlich. "Ich komme gerne wieder", sagte die Hobbypuppenbastlerin aus Eckernförde. Ursula Semma ist gerne auf dem Altenhofer Kunsthandwerkermarkt, weil dieser ein sehr anspruchsvolles Sortiment biete. Das war auch der Grund, warum sie mehrere Jahre lang immer wieder versucht hat, einen Standplatz zu bekommen. Hinzu komme noch die gute Lage zwischen Kiel und Eckernförde, so Ursula Semma. Zudem seien die Standgebühren mit 50 Euro niedrig - "woanders zahle ich 300 Euro", sagte die erfahrene Ausstellerin. Das sei ein großer Pluspunkt, denn die Ware verkaufe sich nicht mehr so leicht wie noch vor ein paar Jahren. Auch das Miteinander unter den Ausstellern sei gut. Man kennt sich. "Es ist wirklich schön hier."

Morgen öffnet der Kunsthandwerkermarkt noch einmal von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr seine Türen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen