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9. Lauf zwischen den Meeren : Fast 700 Staffeln sorgen für Lauffieber

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Helios-Staffel und EMTV-Damen wiederholen ihre Top-Ten-Platzierungen. Ganz vorne ging die Post ab – die Auswahl an Spitzenläufern des o.t.n-Lauflabors stellte einen neuen Streckenrekord auf.

Viel Sonne, viel Schweiß und viele glückliche Gesichter prägten auch bei der neunten Auflage des Laufs zwischen den Meeren die Szenerie am Damper Ostseestrand. Norddeutschlands größter Staffellauf sorgte erneut für einen Ausnahmezustand in Schwansen. Fast 700 Staffeln durchquerten in zehn Etappen das Land von der Nordseeküste am Husumer Hafen bis an die Ostsee. Sie durchquerten im letzten Drittel der Strecke auch die anspruchsvollen Etappen durch das Hügelland zwischen Schlei und Eckernförder Bucht.

In Damp und auch in den Wechselstationen in Fleckeby, Gammelby, auf Gut Hemmelmark und in Waabs ließ der Staffellauf einmal mehr große Stimmung aufkommen. Spätestens als der jeweilige Schlussläufer seines Teams mit dem Staffelstab die Ziellinie am Ostseestrand überquerte, rückten bei fast allen Aktiven die Anstrengungen in den Hintergrund und die Freude am Erlebnis sowie der Stolz über das Ergebnis rückten in den Vordergrund. Der Lauf zwischen den Meeren hat sich längst zu einem Kultereignis entwickelt, dessen Faszination weit über den Kreis der Laufszene hinausgeht. Mehr als die Hälfte der 679 erfolgreichen Staffeln wurde in der Firmenwertung gewertet. Zahlreiche Firmen nutzen den Staffellauf, um Gesundheit und Teamgeist ihrer Mitarbeiter gleichermaßen zu fördern. Daneben schickten aber auch wieder Sportvereine, Schulen und auch lockere Cliquen ihre Teams auf den langen Weg.

An der Spitze des Feldes wurde wie immer ein rasantes Tempo angeschlagen. Den Sieg sicherte sich in neuer Streckenrekordzeit von 5:16,33 Stunden die für das Neumünsteraner o.t.n.-Lauflabor angetretene Auswahl von Topassen verschiedener schleswig-holsteinischer Laufvereine. Die entthronten Abonnementssieger vom SC Ostheim/Rhön zeigten sich in Damp nach dem Rennen dennoch in bester Laune. „Dann probieren wir es halt 2015 wieder“, sagt der Ostheimer Manuel Stöckert gelassen, der sein Team mit einem Kraftakt auf der „Königsetappe“ von Hemmelmark nach Waabs zwischenzeitlich wieder in Führung gebracht hatte. „Inzwischen kennen uns hier in der Gegend schon viele und sprechen uns auch immer schon auf den Lauf an“, freut sich Stöckert über die herzliche Stimmung rund um den Lauf und die Popularität, die sich sein Klub in Schwansen durch die Erfolge der vergangenen Jahre erarbeitet hat. Da den Ostheimer Frauen in 6:34,48 Stunden nach dem Erfolg von 2012 nun zum zweiten Mal der Sieg in Damp gelang, gab es für die Athleten von der Rhön auch dieses Mal Grund zum Feiern. Die schnellste Damen-Staffel aus dem Norden stellte die SG Athletico Büdelsdorf. Die Damen von der Eider liefen nach 7:31,19 Stunden auf Platz fünf ins Ziel.

Zufrieden zeigten sich auch viele sportliche Lokalmatadore. Über 30 Staffeln aus dem Altkreis ließen es sich nicht nehmen, bei dem großen Lauf-Happening vor der Haustür aktiv mitzumischen. In der Frauenkonkurrenz konnten die Damen des Eckernförder MTV ihre Top-Ten-Platzierung aus dem Vorjahr wiederholen und sich mit ihrem neunten Platz sogar noch um einen Rang verbessern. In 8:34,21 Stunden behielten die EMTV-Athletinnen im Nachbarschaftsvergleich mit den Damen des Borener SV (8:37,32; 10.) die Nase knapp vorn.

Eine exakte Wiederholung der Vorjahresplatzierung gelang den Gastgebern vom Team der Helios-Kliniken, das nach 6:02,09 Stunden erneut auf Platz sieben ins Ziel lief. Die schnellsten Mitarbeiter aus verschiedenen Standorten des Unternehmens hatten erneut ein gemeinsames Team gebildet, das wieder unter den schnellsten Staffeln mitmischte. „Wir haben mehrere ehemalige Topläufer im Team, die aber zum Teil nicht mehr ganz jung sind. Für ganz vorn reicht es nicht mehr, aber Platz sieben ist auch voll okay“, erklärt Schlussläufer Matthias Köhler, der mit Thomas Marten und Martin Schönberger die Damper Riege im Helios-Konzernteam bildete. Der ärztliche Direktor der Reha-Klinik rückte trotz des unübersehbaren sportlichen Ehrgeizes rasch das Kernanliegen des großen Sportevents in den Blickpunkt. „Gesundheit und Teamgeist zu verbinden, passt zu unserer Philosophie“, erklärt der Mediziner.
















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