Karneval : Fasching an der Kolholmer Au

Ein besonders Klavierkonzert zauberten Marco (v.l.), Bjarne und Dennis für die Halle, die tobte.
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Ein besonders Klavierkonzert zauberten Marco (v.l.), Bjarne und Dennis für die Halle, die tobte.

Volles Programm bei der 34. Barkelsbyer Faschingsfeier. Musik und Programm begeistern Publikum in ausverkaufter Halle.

shz.de von
13. Februar 2018, 06:41 Uhr

Barkelsby | „Hinfallen, Aufstehen, Krone richten , weitermachen.“ Unter diesem Motto wurde in diesem Jahr in der Mehrzweckhalle Fasching gefeiert. Im Sommer 2017 war noch unklar, ob die 34. Barkelsbyer Faschingsparty überhaupt stattfinden würde. Von den einstmals 30 Akteuren des Vorbereitungsteams waren nur noch zehn übriggeblieben. „Was nun, war die Frage“, sagte Marco Kreis, der neue Organisator in der Faschingsgruppe. „Aufgeben kommt für uns nicht in Frage. Daraus entstand das Motto für die diesjährige Veranstaltung.“

Mit nur 15 Leuten wurde die Faschingsfeier mit Unterstützung durch den Barkelsbyer Sportverein, die Gilde und die Theatergruppe auf die Beine gestellt. Eine große Herausforderung, da die Personaldecke sehr dünn war. Daher dauerten der Aufbau und die Dekoration auch eine ganze Woche, so Kreis. Aber die Nachfrage nach der Barkelsbyer Faschingsfete war groß wie immer. Alle 230 Eintrittskarten waren in nur 45 Minuten ausverkauft. Mit DJ Jan Krabbenhöft stand nach der DJ-Kritik aus dem Vorjahr ein neuer Mann an den Reglern. Um Punkt 20.11 Uhr startete die Party mit dem Hallamarsch. Kurz darauf folgte der erste Auftritt von Holger Hinrichsen oder besser „Mein Könich“, so wie er genannt werden wollte. Auch er machte in seiner Ansprache noch mal deutlich, welche Herausforderungen es gab, um die Show auf die Beine zu stellen.

Die Show konnte beginnen, und zwar mit „Spacetaxi in the Sky“. Die Interpretation war allerdings sehr speziell, und zog das Publikum in ihren Bann. Es folgten die „Minions“, die heimlichen Stars aus „Ich unverbesserlich“. Isi, Marco, Dennis und Bjarne zeigten enorme Beweglichkeit mit ihren Drehbewegungen. Diese Darbietung war einer der Höhepunkte des Abends.

Das Publikum durfte anschließend einem besonderen Klavierkonzert lauschen. Marco, Bjarne und Dennis spielten mit heruntergelassenen Hosen und ohne Hände Klavier. Äußerst interessant. Bei „Baywatch“ denkt man unweigerlich an rote Badeanzüge, Pamela Andersen und David Hasselhof. In der Halle gab es die „Barkelsbywatch“ und die war nicht schlechter als das Original aus den 80-Jahren. Der Hilfeschrei ertönte und schon begann die eindrucksvolle und dramatische Rettungsaktion. Es überlebten alle. In seiner letzten Amtshandlung schlug „Mein Könich“ Marco Kreis zum Ritter des Barkelsbyer Faschings.


Marco Kreis: Ritter des Barkelsbyer Faschings

Das Publikum hatte großen Spaß. Torsten Hönerle war als Discoman erschienen. Er hatte in sein Kostüm einige Raffinessen eingebaut. So konnte er die Lichterketten steuern. Anna Fester, Florian Mittenberg, Nicole Weberbartold und Sonja Quaas genossen die Feier. Die Freunde sind hier Stammgäste und würden es bedauern, wenn es dieses Fest nicht mehr geben würde. „Wir haben echt viel Spaß“, sagten die drei Freundinnen Nancy Schulz, Anja Kaminski und Alexandra Kohrt, „und die Stimmung und Musik ist auch besser als im letzten Jahr“, stellten sie fest. Ninian Andersen und Jana Nissen kamen als Squaws. Die Freundinnen erzählten, dass sie nie zweimal das gleiche Kostüm tragen würden. „Langsam wird es schwerer, aber wir sind ja kreativ“, sagten sie und feierten weiter. Die Tanzfläche war gut gefüllt und die unterschiedlichsten Outfits wurden präsentiert. Als Pipi Langstrumpf war Sabine Schramm dabei. Sie war mit ihren Freunden Stefanie Klay, Petra und Andreas Frahm bei der Party. Björn Ehlert war auf seinem Dino angeritten. Der kenne den Weg nach Hause, meinte er, falls es später werde. Und spät ist es anschließend geworden, bei der großen und langen Barkelsbyer Faschingsfeier.

Statt Helau jetzt „Barkelsby Blaugelb“


Beste Bedingungen für den Straßenkarneval. „De Zoch kütt“ hieß es daher gestern nicht nur in den Karnevalshochburgen in Mainz, Köln und Düsseldorf, sondern auch in Barkelsby. Dort wurde der 22. Rosenmontagsumzug mit den Wagen der Faschingsgruppe, des Fördervereins zum Erhalt der Kapelle Westerthal und des Kirchenzentrums Barkelsby, der Faustballgruppe des BSV und des Bollerwagens von Familien aus der Dorfstraße und dem Ringweg gestartet. Fast 300 Besucher folgten dem Umzug. „Wir haben so ein Glück mit dem Wetter“, meinte Marco Kreis (gr. Foto, Mitte), der mit Holger Hinrichsen (r.) und Bjarne Thoms (l.) als Dreigestirn den Zug anführte. Rund 200 Kilogramm Bonbons und kleine Geschenke wurden von den Wagen „unters Volk gebracht“. Am Wagen des Fördervereins (kl. Foto) wurde Kirchenschnaps ausgeschenkt. Als Karnevalsruf wird in Barkelsby „Gelbblau“ mit Bezug zur Dorfflagge gerufen.

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