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Faröer Musikgenuss in der alten Fischräucherei

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Anna Hüdepohl und Angelika Nielsen begeistern das Publikum mit unkonventionellen Kompositionen

Die Akkordeonistin Anna Hüdepohl und an ihrer Seite Angelika Nielsen mit ihrer Geige fluteten die Region am Wochenende mit Sommermusik: Nicht nur in den Kirchen von Waabs und Sehestedt brachten sie ihre unverwechselbare, fröhliche Musik zum Klingen. In Eckernfördes Kultort, der „Alten Fischräucherei“, gaben sie am Freitag gleich zwei Konzerte.

Die zwei jungen Musikerinnen trafen sich nach ihrem Studium einst auf den Faröer Inseln und konzertieren nun schon seit sieben Jahren gemeinsam. Ganz typisch für die beiden: ihre jugendliche Frische, ihre stets lächelnde, manchmal sogar überschäumende Lebendigkeit.

So ist ihre Zweisamkeit als Duo geprägt von hoher Musikalität, beeindruckendem Können und mitreißender Lebensfreude. Ihnen hört man zu gerne zu, wobei die – häufig unkonventionelle – Moderation der Anna Hüdepohl vor jedem neuen Stück sowohl informativ wie amüsant sein kann. Dazu kommt, dass ihre Interpretation mehr oder weniger bekannter Kompositionen frisch und in der ungewohnten Bearbeitung gerade für diese zwei Instrumente oft sehr überraschend ist. Dvorak – für Violine ja – aber in Kombination mit Akkordeon?

Die Geige spielt die faröische Angelika Nielsen dabei, als hätte sie nie etwas anderes gemacht: Pizzicati, Flageolette in den allerhöchsten Tönen. Und wenn es dramatisch in alle Saitentiefen geht, dann klingt ihr altes, kostbares Streichinstrument so kraftvoll, dabei aber weich und rund – jedem Zuhörer mögen beim Hören die schönsten Vergleiche und Bilder eingefallen sein. Angelika Nielsen als kleiner Geigenteufel von den Faröern, den das Akkordeon mal so eben am Boden hielt.

Es ging locker und abwechslungsreich durch die musikalische Welt: Von klassisch (Tartini, Dvorak) hin zu Piazolla und Gershwin und schließlich nach Spanien und Ungarn. Beim Czardas hielt es das vielköpfige Publikum kaum auf den Sitzen; in der Alten Fischräucherei geriet man schier aus dem Häuschen. Beifall, Zugaben, begeisterte Rufe, herzliche Freude und allseits wohl der große Wunsch, dieses Duo bald wieder zu erleben.

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