zur Navigation springen

Silvester-Vobereitung : Farbenfroh und fantasievoll benannt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Feuerwerksverkauf läuft / Hersteller bieten breites Sortiment an / Lange Schlangen beim Werksverkauf von „Weco“

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 06:59 Uhr

Raketen, Böller, Multifeuerwerk – auch in diesem Jahr bietet der Einzelhandel wieder reichhaltige Auswahl, um das neue Jahr gebührend und lautstark zu empfangen. Vor allem leistungsstärkere Kombinations- und Batteriefeuerwerke mit längerer Brenndauer findet man in den Sortimenten der Feuerwerkshersteller. Diese können bis zu 500 Gramm Schwarzpulver aufnehmen, was sich aber lediglich auf die Abbrenndauer, nicht jedoch auf die Intensität auswirkt. So wandert in diesem Jahr verstärkt Multifunktionsfeuerwerk neben Raketen in die Einkaufswagen, lautstarke Böller sind bei Erwachsenen deutlich weniger, jedoch bei Jugendlichen nach wie vor gefragt.

So farbenfroh sich das Sortiment auf den Verkaufstischen darstellt, so wenig wurde auch an der Namensgebung der Batteriefeuerwerke mit einer Abbrenndauer von mehr als 220 Sekunden, Steighöhen bis zu 90 Metern und in Preisklassen bis 100 Euro pro Stück gespart: Es finden sich fantasievolle Namen wie „Predator“, „Blackout“, „Fire Zone“, „Interceptor“, „Destiny“ oder „Over Dose“ – allen gemeinsam ist die einfache Bedienbarkeit, die nur einmaliges Anzünden erforderlich macht. „Der Trend ist anzünden und genießen“, stellte Famila-Warenhausleiter Michael Thele fest. Er konnte im Zahlenvergleich der vergangenen Jahre für 2012 ein Rekordjahr, ähnlich wie 2009 feststellen, die Jahre dazwischen seien dazu eher gemäßigt gewesen. Vieles hängt natürlich auch vom Wetter ab: „Wer geht denn gerne fürs Feuerwerk nach draußen, wenn Regen in der Silvesternacht angesagt ist“, weiß Bettina Merker, derzeit zu Besuch in Goosefeld und gewillt, maximal 25 Euro auszugeben.

Während sich am ersten Verkaufstag beim Werksverkauf von „Weco“ Altenholz ab 6 Uhr morgens Käuferschlangen mit längeren Wartezeiten bildeten, gestaltete sich der Verkauf im Eckernförder Einzelhandel eher ruhig. Ein Paket mit Raketen, dazu eine Batterie mit Systemfeuerwerk ist im Schnitt zu beobachten. Mit ihrem vollen Einkaufswagen sind Julia Doorentz, Paul Schleschka und Erik Doorentz eher die Ausnahme. „Wir werden nicht alles verbrauchen“, sagt Schleschka, gibt aber auch zu, im restlichen Jahr bei besonderen Anlässen wie Geburtstagen in der Familie oder bei Freunden eine Rakete zu zünden. An den Artikeln und deren Verkaufszahlen ist auch erkennbar, dass mehr zu Hause gefeiert wird. „Im vergangenen Jahr war bei uns Bleigießen restlos ausverkauft“, bestätigt Marktleiter Carsten Drews vom Markant-Markt. Ähnliches zeichnet sich auch beim Verkauf von Glückskeksen ab. „Für den Preis nehme ich die Raketen mit“, eine schnelle Entscheidung von Klaus Hoffmann, als er das Angebot beim Discounter Aldi verglich. Schwerer tut sich da schon Familie Hälterlein: „Was gekauft wird, ist bei uns eine gemeinschaftliche Entscheidung“, so Sohn Nils (22), bei einem gesetzten Limit von maximal 20 Euro dürfte die Auswahl am Warentisch bei Sky nicht einfach sein. Zumal es Mutter Claudia eher bunt und weniger laut haben möchte.

Auch wenn viele aus Überzeugung kein Geld für die „Knallerei“ ausgeben, für den deutschen Einzelhandel stehen die Chancen nicht schlecht, die rund 115 Millionen Euro des Vorjahrs wieder zu erreichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen