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Helga Brehr mit neuem Roman : Familiengeschichte, die erschüttert

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Autorin Helga Brehr hat im Größenwahn-Verlag ihre neue Novelle „Opfern am Mittag“ veröffentlicht

von
erstellt am 21.Apr.2017 | 06:00 Uhr

Brekendorf | Um die Götter zu versöhnen und für seine Flotte günstige Winde zu erhalten, erklärt sich der griechische Feldherr Agamemnon bereit, seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis zu opfern. Um den Trojanischen Krieg zu gewinnen, ist ihm jedes Mittel Recht. Die Tragödie „Iphigenie in Aulis“ des griechischen Tragikers Euripides wurde im 18.Jahrhundert von Friedrich Schiller aus dem Griechischen übersetzt. Des Stoffes um das menschliche Dilemma hat sich auch Helga Brehr angenommen. Die Brekendorfer Autorin hat ihr neues Buch „Opfern am Mittag“ kürzlich auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Brehrs Familientragödie spielt allerdings nicht im antiken Griechenland, sondern an Schauplätzen im heutigen Augsburg und Kassel. Iphigenie heißt in der Brehr’schen Version Irene, ihre Eltern nicht Agamemnon und Klytämnestra, sondern Anton und Kristina Töpfer. Irenes Vater Anton arbeitet bei dem Pharmakonzern Artis und ist verantwortlich für die Testreihe eines Impfstoffes. Um seiner Karriere einen Schub zu verleihen, will er an seiner Tochter einen Medikamentenversuch durchführen. Für ein Vorstellungsgespräch bei dem Konzern macht sich Irene auf den Weg, begleitet von ihrer Mutter. Keine Familiengeschichte der netten Art wird von Helga Brehr auf den 120 Seiten erzählt.

„Die Idee zu dem Buch hatte ich schon lange“, sagt Helga Brehr, die erst vor rund sechs Monaten den Roman „Mutter, was hast du mir verschwiegen?, eine Geschichte über die Generation der Kriegsenkel, veröffentlichte. „Anders als bei der klassischen Tragödie wollte ich die Geschichte mehr aus der Sicht der Mutter erzählen“, sagt die Brekendorferin. Erschienen ist die Novelle „Opfern am Mittag“ im Größenwahn-Verlag, der Verlag, mit dem sie schon für ihr Buch „Ödipa“ zusammengearbeitet hat. Dafür hat sie sich ebenfalls von einer alten Tragödie inspirieren lassen. Ihr besonderes Interesse gilt Griechenland, wo sie seit 30 Jahren immer wieder kürzere und längere Aufenthalte hatte, unter anderem mehr als zwei Jahre in Athen.

Auf das Cover von „Opfern am Mittag“ übrigens habe Helga Brehr keinen Einfluss gehabt, sagt sie und gesteht ein, dass sie mit der pink-blumigen Gestaltung durchaus Probleme hatte. Doch jetzt ist das Cover für den Publikumspreis „The Beauty and die the Book Award 2017“ nominiert worden. Auf www.beautyandbook.com/opfern-am-mittag/ kann über ihr Buch abgestimmt werden.

Bis zu ihrem nächsten Buch wird es länger als sechs Monate dauern, aber Idee, die Helga Brehr unter anderem bei ausgiebigen Strandspaziergängen bekommt, hat sie bereits. „Die Geschichte wird in Eckernförde spielen“, so viel ist sicher. Eine antike Handlung als Vorlage gibt es aber nicht.

>Helga Brehr, „Opfern am Mittag“, Größenwahn-Verlag, ISBN 978-3-95771-130-4.

>www.helga-brehr.de

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