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Neudorf-Bornstein : Faire Produkte für eine gerechtere Welt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sozialausschuss berät heute über Fortführung der Aktivitäten als Fair Trade-Gemeinde

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2014 | 12:27 Uhr

Neudorf-Bornstein soll weiter Zeichen für fairen Handel setzen und Fair Trade-Gemeinde bleiben. Das erhofft sich die Steuerungsgruppe mit sieben Vertretern von Vereinen, Gewerbetreibenden und der Gemeindevertretung, die den Prozess Fair Trade-Gemeinde trägt. In der Sozialausschusssitzung heute Abend soll darüber beraten werden. „Wir brauchen nur noch den Beschluss der Gemeindevertretung, dann wären die fünf Kriterien für eine Rezertifizierung erfüllt“, macht Martin Weber, Ansprechpartner der Steuerungsgruppe, deutlich. Dann würde er das Bewerbungsformular zusammen mit dem überarbeiteten Konzept einreichen.

Seit November 2012 trägt die Gemeinde Neudorf-Bornstein offiziell den Titel Fair Trade-Gemeinde. „Produkte aus fairem Handel zu kaufen, das kann jeder einzelne gut machen für eine gerechtere Welt“, findet Martin Weber. Das sei individuell eine gute Möglichkeit, und man käme weg von dem ewigen Gespende. Katastrophenhilfe sei super wichtig, fügt er hinzu, aber genauso wichtig sei, dass die Menschen in ärmeren Ländern eine eigene Wirtschaft aufbauen. „Die Fair Trade-Gemeinde ist für uns ein Einstieg in die Diskussion um nachhaltige Beschaffung.“ Um als Fair Trade-Gemeinde rezertifiziert zu werden, braucht es den Gemeindevertreterbeschluss, es muss eine Steuerungsgruppe geben, in der Gemeinde müssen Fair Trade-Produkte angeboten werden, die Zivilgesellschaft und die Medien müssen eingebunden werden, so dass sich das Engagement für den fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln. Neudorf-Bornstein erfülle das, betont Martin Weber. In Sitzungen der Ausschüsse und der Gemeindevertretung und im Bürgermeisterbüro würden Fair Trade-Kaffee, Kekse oder Schokolade aus fairem Handel angeboten. Die Gemeinde fülle Präsentkörbe für Jubilare oder die Partnergemeinde Neppermin-Balm gerne mit Fair Trade-Produkten. Das ortsansässige Lokal, der Landgasthof Arp in Bornstein, schenke Kaffee und Tee aus fairem Handel aus, und auch im Sportverein, dem TSV Neudorf-Bornstein, würden Fair Trade-Produkte verwendet und Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel angeboten. Örtliche Medien wie die Eckernförder Zeitung berichten über Aktivitäten der Fair Trade-Gemeinde. Auch die Initiative für Kinder und Jugendliche (IKJ) Neudorf-Bornstein fühle sich mit ihrem Bildungskonzept der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet, das DRK und ortsansässige Unternehmen unterstützen das Fair Trade-Konzept.

Potential sieht Martin Weber noch in der Zusammenarbeit mit der Privatschule. Sobald die Rezertifizierung bewilligt ist, möchte man dies auch auf den Ortsschildern kenntlich machen. Mittlerweile habe sich die Gemeinde landesweit mit Fair Trade Towns wie Eckernförde und Norderstedt vernetzt, teilt Martin Weber weiter mit. Zudem sei man in Kontakt mit dem Bündnis „Eine Welt Schleswig-Holstein“, in dem sich um die 80 Mitglieder mit unterschiedlichen Schwerpunkten und politischen Ausrichtungen für Solidarität in der einen Welt engagieren, um die ungerechten Strukturen, die einen wesentlichen Grund im verschwenderischen Wirtschaften und Handeln der Menschen haben, zu überwinden.

> Die Sitzung heute beginnt um 19 Uhr in der Schule. Neben der Fair Trade-Gemeinde sind der Antrag der Awo auf Einrichtung einer Lernwerkstatt sowie auf Umgestaltung des Außengeländes des Kindergartens und die Bezuschussung des Ferienbegleiters Thema. Nähere Infos zur Fair Trade-Aktion unter http://www.fairtradetowns.org.







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