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Info-Vormittag : Fahrplan für die Rückkehr in den Beruf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Dänischer Wohld initiierte erste Veranstaltung / Thema trifft auf gute Resonanz / Wiederholung angedacht

Nach der Familienzeit wieder den Anschluss in der Berufswelt zu finden, ist für viele Frauen nicht einfach. Deshalb stellte Birgit von Troilo, Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Dänischer Wohld, das Thema in den Mittelpunkt ihrer ersten Veranstaltung und lag damit genau richtig: 14 Frauen aus Gettorf und den Umlandgemeinden sowie aus Eckernförde nahmen das Informationsangebot wahr. „Mit einer solchen Zahl hatte ich nicht gerechnet, das ist ziemlich gut“, zieht von Troilo Bilanz.

Mit dem Info-Vormittag bot sie einen ersten Anknüpfungspunkt für Frauen, die sich auf Jobsuche begeben wollen. Dafür holte sie Corinna Schmidt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Agentur für Arbeit Neumünster, nach Gettorf. Sie gab den Frauen, die zwischen 29 und 55 Jahre alt waren und die unterschiedlichsten beruflichen Ausbildungen mitbrachten, allgemeine Infos zum Thema, Tipps zur Navigation im Stellenportal des Arbeitsamtes und zu weiteren Beratungsstellen. Auch legte sie der Gruppe nahe, sich zunächst der eigenen Stärken bewusst zu werden, bevor eine Fortbildung nach der anderen belegt wird. „Frauen neigen dazu, sich zuviel qualifizieren zu wollen“, sagte Corinna Schmidt. Bei einer Bewerbung komme es nicht nur auf die Zeugnisse, sondern auch die so genannten Soft Skills an. Wer Schwierigkeiten hat, die zu definieren, findet Hilfe im Internet unter www.profilpass.de.

Ergibt sich ein Vorstellungsgespräch, empfiehlt sich unbedingt, sich darauf vorzubereiten und im Vorwege die Frage der Kinderbetreuung, der denkbaren Stundenzahl und der Verdienstvorstellung zu klären. „Sich darüber klar zu werden hilft auch, wenn man noch nicht weiß, wo man sich bewerben will“, gab von Troilo zu bedenken. Sie fand es interessant, dass sich alle Teilnehmerinnen alleine um ihren Wiedereinstieg in den Beruf kümmerten und der Mann darin nicht vorkam. Die Rückkehr in die Arbeitswelt sei jedoch Verantwortung der Familie insgesamt, gab die Gleichstellungsbeauftragte zu bedenken und ermutigte die Frauen zu überlegen, wie die Hausarbeit umverteilt werden kann.

Ein individuelles Coaching war am Ende ein Wunsch der Frauen, die die Gelegenheit zum Austausch sehr begrüßten. Dafür verwies Schmidt auf die Beratungsstelle Frau und Beruf in Rendsburg.

Birgit von Troilo ist mit ihrer ersten Veranstaltung sehr zufrieden. Eine Wiederholung, unter Umständen mit einem anderen Schwerpunkt, hält sie für sinnvoll.

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erstellt am 04.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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