zur Navigation springen

Laufevent : Extra-Medaille für Wechsel in Fleckeby

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fleckebyer empfangen Läufer zwischen den Meeren mit buntem Programm und viel guter Stimmung am Wechselpunkt im Louisenlunder Weg

von
erstellt am 30.Mai.2016 | 06:29 Uhr

Fleckeby | Kein Läuferfest ist wie das andere. Nicht nur dass Gemeinde und Sportverein gemeinsam mit dem Veranstalter Zippels Jahr für Jahr den Zieleinlauf und Start für immer Athleten bewerkstelligen müssen – am Sonnabend waren es rund 800 Teams – sondern auch den vielen Besuchern auf dem Waldsportplatz konnte bei der elften Auflage Überraschendes und Neues geboten werden. Für alle Sportler gab es in diesem Jahr erstmals Medaillen. Bürgermeisterin Ursula Schwarzer übernahm es anfangs, den ankommenden Läufern die Medaille umzuhängen.

Dass sich das Läufer- und Dorffest in Fleckeby immer weiterentwickelt und längst zum Besuchermagneten geworden ist, bekam das Team im Café „Sonnenschein“ zu spüren. Über 30 Torten und Kuchenspenden haben sie erhalten und daraus ein süßes Büfett aufgebaut. Um kurz nach 16 Uhr lagen nur noch ein paar Krümel auf den Blechen. „Ausverkauft“ mussten sie denen sagen, die nach Gegrilltem nun Nachtisch wollten.
Die beste Sicht auf das Geschehen und das, was die Vereine und Verbände im Louisenlunder Weg alles auf die Beine gestellt haben, hatten mit Sicherheit die Kinder, die beim Getränkekistenstapeln Stück für Stück in die Höhe kraxelten. Doch den Blick dafür hatten wahrscheinlich nur die wenigsten, waren sie doch konzentriert dabei, nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Und wenn doch, dann hingen sie sicher am Seil der Feuerwehr.

Neu war für alle der Geruch von geräuchertem Fisch, der ab und zu in der Luft lag, wenn die Angler von „Früh Auf“ den Ofen öffneten und die Forellen servierten. Im November feiert der Verein sein 50-jähriges Bestehen, dafür präsentierte man sich zum ersten Mal beim Lauf zwischen den Meeren. „Wir feiern unser Jubiläum am 26. November“, kündigte Michael Kroh an. „Sonst verstecken sich Angler meist im Schilf“, sagte Petrijünger Thies Meeves scherzhaft, „jetzt wollten wir mal aus der Deckung kommen“. Gemeinsam mit Peter Suhr zeigte er, was alles zum Fliegenfischen gehört. Mit viel Fingerspitzengefühl fertigten sie die bunten, glitzernden Kunstköder, mit denen natürliche Beutetiere, wie Insekten oder kleine Fische, imitiert werden. Peter Suhr demonstrierte dann die besondere Technik des Angelns, bei der die Schnur so geworfen wird, dass der Köder lautlos aufs Wasser aufsetzt.

Nach ein paar Jahren Pause nutzte auch der Wassersportverein das Dorffest wieder, um sich zu zeigen. Einen Opti hatte der Verein vor Ort aufgebaut, mit dem der neue Jugendwart, Dennis Pardun, den Besuchern Lust aufs Segeln machen wollte. Unterstützung bekam er dabei zeitweise auch von Fritz Weger. Der 88-Jährige ist Gründungsmitglied des WSV.

Mit Technik beeindruckte die THW-Gilde aus Louisenlund. Die Internatsschüler hatten ein Gerätekraftwagen und ein Mehrzweckboot mitgebracht. Mit den kleinen, blauen THW-Go-Karts flitzen die Kinder über den Rasen des Sportplatzes. Die beiden örtlichen Kindergärten sowie die Grundschule boten, unterstützt von Unternehmen aus dem Ort, Kinderschminken, Pfeilwerfen und Luftballonspiele an. Als Erfrischung bei den hochsommerlichen Temperaturen und für die Verschnaufpausen nach dem Toben auf der Hüpfburg mixten die Eltern für die Kinder alkoholfreie Cocktails, wie den Marathon, Hawaii Blue und Olympia Sprint.

Auf der Bühne spielten die Smarties, eine Band aus Stexwig mit Fred Weißer an den Keyboards, seiner Tochter Jenny (11) und Sohn Tommy (9) als Sängerin und Sänger, Sohn Tobias (13) am Schlagzeug und Gitarrist Marco Horn. Am Sonnabend wurden sie noch spontan unterstützt von Detlef Sierts am Akkorden. „Wir sind eine Friedensbotschaftsband“, sagte Silke Weißer. So zählten beispielsweise „Ein bisschen Frieden“ von Nicole und „Warum sind Kriege da“ von Udo Lindenberg zum Repertoire. Aber auch „An der Nordseeküste“ beherrschte die Familien-Band, die in Heimen, Schulen oder Beachpartys auftritt.

„Von Fahrdorf nach Fleckeby ist die schönste Strecke“, sagte Läufer Nils Nolte vom Team „Tri-4-Fun“ aus Todtenhausen bei Minden, nachdem der 32-Jährige die Medaille von Bürgermeisterin Schwarzer in Empfang genommen hatte. „Hier im Ziel ist immer was los, hier kann man noch bleiben“, sagte er. Nach rund 60 Kilometern lag sein Team auf Platz acht. „Unter die ersten zehn am Ende wäre großartig“, sagte Nolte.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen