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Schillernde Zierfische : Exoten in heimischen Gärten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Matthias Todtenbier (40) aus Goosefeld ist Koi-Liebhaber . Die Karpfen gibt es in allen Größen und Farben.

von
erstellt am 12.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Goosefeld | Unter der Wasseroberfläche schimmert es silbern und gülden, es leuchten verschiedene Rot- und Gelbtöne, hin und wieder ein paar schwarze Farbtupfer aus den Schuppen der Fische. „Diese Farbvielfalt gibt es nur bei den Koi“, schwärmt Matthias Todtenbier von seinen Tieren. Der 40-Jährige aus Goosefeld ist seit rund 15 Jahren begeisterter Koi-Besitzer. In seinem Garten hat Thodtenbier einen rund 100 Quadratmeter großen Teich angelegt, in dem sich 30 bis 40 dieser Prachtexemplare tummeln. In Becken und Bassins auf seinem Grundstück hat er weitere, Jungtiere und ausgewachsene Koi, die er an Teichbesitzer und Koi-Anhänger deutschlandweit verkauft. Von Japan kommt die wertvolle Fracht über eine Hamburger Spedition nach Goosefeld. Von Koi aus Baumärkten oder anderen Ländern, wie Singapur oder Israel, hält der Goosefelder nichts. Diese seien bei der Färbung und dem Wachstum dem Japanischen Original deutlich unterlegen.

Mit bis zu 1,20 Meter Länge können die Karpfen eine imposante Größe erreichen. Imposant auch der Wert einiger Koi, die früher in Japan von den Adeligen als Statussymbol gehalten wurden. Heute können sie schon einmal den Preis eines Mittelklassewagens erreichen. Der Preis hängt vor allem von der Zeichnung ab. „Beliebt ist, wenn die Farben gleichmäßig verteilt sind und sich gut voneinander abgrenzen“, sagt Todtenbier. Auch charakterlich seien die Koi unterschiedlich. Die grün-bräunlichen Shagois würden rasch zahm werden und seien im Teich quasi der ruhende Pol unter allen anderen Artgenossen.

Bei dem Goosefelder kosten die wenigsten Karpfen horrendes Geld. Einige wenige, wie seinen Kohaku, einen weißen Fisch mit einer klar abgegrenzten, roten Zeichnung auf dem Rücken und Kopf, könnte Todtenbier für 2000 bis 3000 Euro verkaufen. Schon ab 25 Euro bekommt man in seinem Koi-Zentrum einjährige Karpfen. 30 Jahre und älter können die Koi werden. Besonders anspruchsvoll seien sie nicht, sagt Todtenbier. Bei ihm sind Liebhaber dieser Fische bestens aufgehoben. Von der Beratung über den Teichbau bis zum Verkauf der schillernden Zierfische: Das alles bietet der 40-Jährige an. Auch bei Erkrankungen der Fische, wie Parasitenbefall, kann er helfen.

In den vergangenen zwei Jahren musste Matthias Todtenbier sein Koi-Zentrum aus privaten Gründen auf Eis legen, in dieser Saison hat er den Betrieb jetzt aber wieder voll aufgenommen. Todtenbier versicherte, dass seine Tiere aus Japan kommen. Auch als Züchter ist Todtenbier hin und wieder aktiv. 200 000 bis 300 000 Eier legt ein Weibchen, etwa 2000 bis 3000 kommen durch. „Schon bei den Jungfischen sei ein erster Ansatz für die spätere Farbgebung zu sehen“, sagt er.


>Koi-Zentrum-Todtenbier, Weberstieg 5, Goosefeld; Tel. 04351/5016125; www.koi-zentrum-todtenbier.de


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