Übung der Feuerwehren : Evakuierung mit Drehleiter

Retter in der Not:  Knud Seiler von der Freiwilligen Feuerwehr Kappeln (r.) half Jonathan Roggentin sicher über die Balkonbrüstung.
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Retter in der Not: Knud Seiler von der Freiwilligen Feuerwehr Kappeln (r.) half Jonathan Roggentin sicher über die Balkonbrüstung.

Fünf Wehren üben in der Ostseeklinik / Verlauf durchweg erfolgreich

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20. Juli 2017, 06:15 Uhr

Damp | Wer sich gestern Abend auf dem Parkplatz der Helios Klinik aufhielt, wurde Zeuge einer Atemschutzübung, an der sich insgesamt fünf Wehren aus der Schwansener Region beteiligten. Ausgerüstet mit zahlreichen Fahrzeugen und einer Drehleiter, die sich Michael Leckband, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Damp-Dorotheenthal, von den Kameraden aus Kappeln ausgeliehen hatte, wurde mit den Atemschutzgeräteträgern aller Wehren für den Ernstfall geprobt.

Da in einem Flügel des Gebäudes aktuell Bauarbeiten stattfinden, hatten Torsten Vorbrodt, Brandschutzbeauftragter der Ostseeklinik , und Michael Leckband sich zu einer Kooperation entschlossen. „Ich freue mich, den Feuerwehrmännern bei unseren Übungen wechselnde Szenarien anbieten zu können“, so der Wehrführer.

Alltäglich war der Ablauf der Übung keineswegs. Nachdem es im 1. bis 3. Stock zu einer Rauchentwicklung gekommen war, mussten vermisste Kinder geborgen und mit der Drehleiter, die bis zu 23 Meter ausgefahren werden kann, über die Balkone evakuiert werden. „Richtigen Rauch konnten wir leider nicht schaffen“, so Michael Leckband. Durch die Bauarbeiten seien zu viele Deckendurchbrüche vorhanden, die bei schlechter Sicht eine Gefahr für die Atemschutzgeräteträger darstellen. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Waabs beteiligten sich als Brandopfer an der Übung. „Das ist eine spannende Erfahrung, aus der ich für die Zukunft sicherlich etwas lernen kann“, so Jonathan Roggentin (14), der zum ersten Mal an einer Übung dieser Größe teilnahm.

Über zwei Oberflurhydranten wurde mit Hilfe des Löschfahrzeuges F 20 von der Freiwilligen Feuerwehr Damp-Dorotheenthal außerdem Löschwasser eingespeist, um das Szenario möglichst realistisch und umfassend zu simulieren.

Wehrführer Michael Leckband war nach Abschluss der Übung zufrieden mit allen Beteiligten. „Das Ziel, die Zusammenarbeit von Atemschutzgeräteträgern und den Kameraden auf der Drehleiter zu üben, haben wir ganz nach unseren Vorstellungen erreicht“, sagte er.

Insgesamt beteiligten sich 45 Mitglieder der Wehren Damp-Dorotheenthal, Sieseby, Söby-Holzdorf, Schuby und Waabs an der Übung , die eineinhalb Stunden dauerte.

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