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Serie: Made in Rendsburg-Eckernförde : Euroscience bringt die Welt zum Staunen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fleckebyer Unternehmen die Naturwissenschaften anschaulich näher / Mit dem LKW geht es auf Tour

Illusionen, Knobeleien und Phänomene – vielen blieben die Naturwissenschaften in der Schule ein ständiges Rätsel. Doch wenn das Team von Euroscience eine seiner 19 Ausstellungen auspackt und die Exponate aufstellt, dann werden physikalische und mathematische Zusammenhänge plötzlich anschaulich und begreifbar. Das Fleckebyer Unternehmen von Bodo Meusel bringt die Menschen auf der ganzen Welt zum Knobeln und Staunen, ob mit der Ausstellung „Illusiona“, „Irrsinn“ oder den „Phänomenalen Welten“. Zuletzt war Euroscience in Spanien, zum ersten Mal. Mit der „Experimentierwerkstatt“ bescherte das Team in acht Städten den Einkaufscentern viel Publikum.

Insgesamt sechs Monate waren Mitarbeiter vor Ort. Auch Veranstaltungskauffrau Sarah Langholz begleitete zeitweise die Ausstellung. „Die Eröffnungen waren immer große Ereignisse, viel Prominenz und Gäste waren dabei“, erinnert sie sich. Bis zu 40 000 Besucher zählten die Veranstalter an manchen Tagen, etwa doppelt so viele, wie sonst. Etwa 20 000 Euro kostet es, wenn das Fleckebyer Unternehmen eine seiner Ausstellungen auf Reisen schickt. Ein großer logistischer Aufwand steckt jedes Mal dahinter, wenn die Exponate in die dafür maßgeschneiderten Kisten verpackt und in die nächste Stadt transportiert werden. In Island, der Türkei, Polen, aber auch schon in Dubai hat Eurosciene seine interaktiven Ausstellungen präsentiert. Allein die Ausstellung „Phänomenale Welten“ war 140 Mal weltweit zu sehen„Die Exponate ziehen die Besucher an“, weiß Bodo Meusel. Das Interesse an den Naturwissenschaften sei da, vor allem wenn sie so anschaulich vermittelt werden. Die Ausstellung „Tüfteln und Knobeln“ beispielsweise, die gemeinsam mit dem Mathematicum in Gießen entwickelt wurde, ermöglicht den Besuchern den kreativen Umgang mit mathematischen Phänomenen. Beim Knacken von Codes sowie kniffligen Puzzles und Knobeleien können sie ausprobieren, staunen und verstehen. Da ist zum Beispiels das „verflixte T“, das sich aus verschiedenen Teilen zusammenlegen lässt. Bei den „Phänomenalen Welten“ lernen Neugierige den Kartesischen Taucher kennen und erfahren hierbei Interessantes über den Wasserdruck. Aber es sind auch kleinere Ausstellung, wie „Lehmanns Vögel“, die einen Einblick über die heimische Vogelwelt liefert. Oder eine Ausstellung zum Thema Wasser, die mit Aufnahmen des Eckernförder Fotografen Heinz Teufel ergänzt wird. Gefertigt werden die Exponate in einer Kappelner Tischlerei.

20 fest angestellte Mitarbeiter gehören zum Euroscience-Team, außerdem fünf Auszubildende. In dem Büro in Fleckeby laufen alle Fäden zusammen. Von hier aus koordiniert Bodo Meusel die Aufträge für die mobilen Ausstellungen. 2008 hat EuroScience das ehemalige Soldatenheim in Kappeln gekauft. Die rund 2500 Quadratmeter großen Hallen sind der Lagerraum für die zahlreichen Kisten, in denen die Schautafeln, Ausstellungsobjekte und interaktiven Experimente verstaut werden, und darauf warten, auf die LKW verladen zu werden. Da muss jeder Handgriff sitzen, damit nicht das falsche Exponat im Fahrzeug landet. Verwechslungen der gut 250 Exponate können unangenehm sein, so wie vor einigen Jahren, als eine Schautafel in tschechischer Sprache in Polen aufgestellt wurde, erinnert sich Meusel. Dennoch: das Verpacken der Ausstellung sei das schwierigste, sagt Meusel, der Aufbau das geringste Problem.

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erstellt am 08.Nov.2014 | 06:00 Uhr

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