Europäisches Treffen der U-Bootfahrer

Die zuletzt in Eckernförde beheimatete Typklasse 206A, hier U17, gehörte mehr als 25 Jahre zu den 'Arbeitspferden' der Deutschen Marine und war Dienstort unzähliger U-Bootfahrer. Foto: Hallstein
Die zuletzt in Eckernförde beheimatete Typklasse 206A, hier U17, gehörte mehr als 25 Jahre zu den "Arbeitspferden" der Deutschen Marine und war Dienstort unzähliger U-Bootfahrer. Foto: Hallstein

360 Teilnehmer aus ganz Europa kommen am Wochenende nach Eckernförde / Bestpreis wird verliehen und ein Kranz am Gedenkstein U-Hai niedergelegt

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03. Mai 2012, 07:20 Uhr

Eckernförde | Als vor 50 Jahren der alliierte Kontrollrat das Verbot für Soldaten- und Kameradschaftsverbände aufhob, wurde noch im gleichen Jahr die erste U-Boot Kameradschaft nach dem 2. Weltkrieg in Hamburg gegründet. Seitdem treffen sich regelmäßig Ehemalige und Aktive unter ihrem Dachverband, dem "Verband Deutscher U-Bootfahrer" zum kameradschaftlichen Austausch. Am 4. und 5. Mai findet nun das 24. Nationale Ubootfahrertreffen mit rund 360 Beteiligten in den Räumen der Offizier- und Unteroffiziermesse im Marinestützpunkt Eckernförde statt.

Seit Anfang der 70er Jahre gehören U-Boote zum maritimen Bild der Eckernförder Bucht, war Eckernförde neben Kiel der Heimathafen unzähliger U-Boot-Fahrer. So bot sich der Marinestützpunkt, in dem das heutige 1. U-Bootgeschwader beheimatet ist, förmlich an, das größte nationale U-Bootfahrertreffen auszutragen. Viel Mühe haben sich die Organisatoren für das ereignisreiche Wochenende gegeben, dass für die Teilnehmer schon am Freitag beginnt und zu dem Gäste aus Griechenland, Norwegen und Schweden angekündigt sind.

Eine Kranzniederlegung am U-Boot Ehrenmal in Kiel, Besichtigung eines U-Bootes Klasse 212 A, Besuch des Ausbildungszentrum U-Boote (AZU) mit Simulator-Vorführungen sowie ein Festabend im "Haus Marienburg" in der Kaserne Nord, bei dem auch getanzt werden kann, sind nur einige Programmpunkte. Auch wird einer über 20 jährigen Tradition folgend im Laufe des Festabends am Sonnabend der "Bestpreis des Verbands Deutscher U-Bootfahrer" an den besten Lehrgangsteilnehmer des Ausbildungszentrums U-Boote im abgelaufenen Jahr 2011 verliehen.

In Gedenken an den einzigen U-Bootverlust der Marine erfolgt am Sonntag die Kranzniederlegung am Gedenkstein U-Hai vor dem AZU, im Anschluss findet ein ökumenischer Gottesdienst in der schiffstechnischen Landanlage des Ausbildungszentrums statt, bevor die Veranstaltung bei einem traditionellen Kirchencocktail ausklingt. Dabei sein werden die ehemaligen Flottillenchefs Kapitän zur See Hannes Ewerth und Kapitän zur See Matz Borchert; aber auch der Stützpunktkommandeur, der Standortälteste sowie der Präsident des deutschen Marinebunds, Karl Heid, sind eingeladen.

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