Europäischer Wettbewerb für Schüler : „Europa ist ein Ganzes aus vielen kleinen Teilen“

Präsentieren stolz ihre Collage des Kreuzes im Hüttener Forst (v. l.): Elisa Marie Lepinat, Fenja Rehm und Katharina Neupert.
Präsentieren stolz ihre Collage des Kreuzes im Hüttener Forst (v. l.): Elisa Marie Lepinat, Fenja Rehm und Katharina Neupert.

Fünf Jungmannschüler wurden am Dienstag für ihre Arbeiten mit Urkunden ausgezeichnet. Die Jugendlichen betrachten mit ihren Werken Europas Kulturschätze aus ihrer Sicht.

shz.de von
31. Mai 2018, 06:33 Uhr

Ein Wettbewerb als Anstoß für Jugendliche, sich mit Europa zu beschäftigen – das ist der Gedanke hinter dem ältesten Schülerwettbewerb Deutschlands, dem „Europäischen Wettbewerb“. Er wird jedes Jahr bundesweit von der Europäischen Bewegung Deutschland ausgerichtet. Jetzt wurden den Landessiegern die Preise des in diesem Jahr zum 65. Mal ausgetragenen Wettbewerbs in der Jungmannschule verliehen. Neben der Vorsitzenden des Europa-Union-Kreisverbandes, Barbara Gössler, waren auch Kreispräsident Lutz Clefsen und Lisa Kühn, Mitglied der Jungen Europäischen Föderalisten, dem Jugendverband der Europäischen Union, erschienen. Sie dankten den Schülern für ihr Engagement und betonten, wie wichtig es sei, dass sich junge Menschen mit dem Thema Europa auseinandersetzten. ,,Es ist viel los in Europa, und Europa ist nur stark, wenn es zusammenhält“, so Kühn. Insgesamt zehn Schüler, fünf von der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule in Todenbüttel und fünf von der Jungmannschule, bekamen für ihre kreativen Gewinnerwerke Urkunden überreicht. Das Thema des Wettbewerbs lautete „Denk mal – worauf baut Europa?“ Zu ihm wurden rund 450 Beiträge aus Schleswig-Holstein bei der Landesjury eingereicht. Die Schüler waren aufgerufen, sich mit Europas Kulturschatz zu beschäftigen. Katrin Alpen, Lehrerin für Kunst und Deutsch an der Jungmannschule, begleitete unter anderem die Schüler der 9. Klasse im Kunstunterricht. „Das Überthema des Kunstunterrichtes hieß „Vergessene Orte. Bauten, die Geschichten haben“. „Als Technik haben wir das Foto gewählt“, erklärt sie. Entstanden sind dabei zwei Collagen, die zeigen, wie sich die jungen Schülerinnen mit der Geschichte Europas auseinandergesetzt haben. Eines der Bilder, gestaltet von Elisa Marie Lepinat, Fenja Rehm und Katharina Neupert, zeigt ein großes Kreuz bei der Waldkapelle im Hüttener Forst. Die drei Schülerinnen haben es zu allen Tageszeiten sowie verschiedenen Wetterverhältnissen fotografiert. Aus den sechs entstandenen Bildern haben sie schließlich die Collage gefertigt. Ihre Botschaft: „Europa ist ein Ganzes aus vielen kleinen Teilen“. Die Neuntklässlerinnen Annika Mertens und Marlene Michaelis fertigten eine Collage eines Klosters auf Korsika an, das im Zweiten Weltkrieg durch die Deutschen beinahe komplett zerstört wurde. Aber auch Texte wie zum Beispiel der von Isabelle Wagner und Laura Hube aus Todenbüttel wurden eingereicht. Die beiden Mädchen aus der 7. Klasse schrieben eine Geschichte mit dem Titel “Das Mädchen mit dem Brot“, in der es um ein Mädchen geht, das neben dem Tod des Vaters auch sein Zuhause verliert und ins Kloster flüchtet. „Die Geschichte soll deutlich machen, wie wichtig der Zusammenhalt Europas ist“, so die beiden Schülerinnen, deren Leistung so gut war, dass sie sogar mit ihrer Geschichte auf Bundesebene am Wettbewerb teilgenommen haben.

Weitere Gewinner waren die Todenbüttler Schüler David Schmitz mit einer gemalten Ritterburg sowie Enya Eckhoff und Catharina Kröger, die das zum Teil aus Sand gefertigte Bild „Pferdefußball“ präsentierten. Insgesamt 1700 Schüler aus Schleswig-Holstein haben sich am Europäischen Wettbewerb beteiligt. Der Wettbewerb richtet sich an alle Altersstufen in allen Schularten.

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