FUSSBALL-Verbandsliga : ESV verspielt Punkt: Zuviel Euphorie wird bestraft

RTSV-Angreifer Dennis Schnepel (re.) hat abgezogen. ESV-Rechtsverteidiger  Marc Medler kommt zu spät, der Ball geht jedoch vorbei.
RTSV-Angreifer Dennis Schnepel (re.) hat abgezogen. ESV-Rechtsverteidiger Marc Medler kommt zu spät, der Ball geht jedoch vorbei.

In der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost muss sich der Eckernförder SV nach einer 1:0-Führung doch noch dem neuformierten Rendsburger TSV mit 2:3 beugen.

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11. August 2014, 06:00 Uhr

nobiskrüger allee, rendsburg | Gleich im ersten Verbandsligaspiel wurde der Eckernförder SV unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bei der 2:3 (1:0)-Niederlage beim Rendsburger TSV konnte die Mackeprang-Elf in zu wenigen Phasen überzeugen. Trainer Stefan Mackeprang sagt: „Da zeigt es sich eben wieder, dass Pokal- oder Testspiele nicht mit einem Ligaspiel zu vergleichen sind. Einige bei uns wirkten nervös. Wir konnten nicht das abrufen, was eigentlich möglich ist.“

Das Kreisderby war kein besonders sehenswertes, da beide Teams darauf bedacht waren, ihr Tor abzusichern. So entwicklte sich ein von der Taktik geprägtes Spiel, welches, wie so oft, erst durch Standards Torgefahr entwickelte. Einen davon nutzte der ESV: Nach einem Freistoß von Tim Schikorr war Jaron Ewert – der auf der ungewohnten Position im rechten Mittelfeld bester Eckernförder war – mit dem Kopf zur Stelle.

„Wir hatten uns vorgenommen ohne zu großes Risiko auf das zweite Tor zu spielen“, erklärt Mackeprang die Marschroute nach der Pause. Doch es kam anders: RTSV-Neuzugang Thies Kalina traf per sehenswertem Distanzschuss zum 1:1. Das beflügelte die Hausherren, die nun voll auf Sieg spielten und belohnt wurden. Nach 75 Minuten hatte der RTSV die Partie gedreht. „Danach hatten wir allerdings unsere beste Phase und konnten uns ja auch mit dem 2:2 belohnen“, sagt Mackeprang. „Nur stellen wir uns danach total unclever an uns kassieren direkt wieder das 2:3. Da waren wir zu euphorisch und standen zu offen.“

Nach den ersten 90 Ligaminuten muss der ESV einsehen, dass die guten Ergebnisse der Vorbereitung nicht viel wert sind, wenn man dann, wenn es darauf ankommt, nicht an seine Leistungsgrenze geht.

RTSV: Martensen – Müller, Usadel, Weber, Buthmann (82. Beckmann) – Witt (56. Korkmaz), Redzepovski, Grbavac, Schrum – Schnepel, Kalina (88. Stahr).

ESV: T. Steingräber – Medler, Ströh, Tuchen, Smit – Matthiesen (72. Temirgan), Kranz – Jaron Ewert, Schikorr (61. Gerlach), Lietz – Buchholz (72. Christensen).
SR: Lähn (TuS Hartenholm). – Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Ewert (36.), 1:1 Kalina (55.), 2:1 Schrum (75.), 2:2 Christensen (85.), 3:2 Korkmaz (87.).


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