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Fussball-Verbandsliga : ESV klettert auf Tabellenrang vier

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Den Mackeprang-Schützlingen gelingt ein glanzloser 3:0-Heimsieg gegen die SpVg Eidertal Molfsee, wobei ESV-Torhüter Sven Steingräber von harmlosen Gästen kaum geprüft wurde.

Eckernförde | Im einzigen Sonntagsspiel der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost bekam es der Eckernförder SV mit der SpVg Eidertal Molfsee zu tun. Nach den Sonnabend-Ergebnissen empfing der Tabellenneunte den Zehnten. Klingt nach einem langweiligen Mittelfeldduell – und das war es über weite Strecken. Trotz allem setzten sich die Gastgeber am Ende souverän mit 3:0 (2:0) durch und klettert nach diesem Erfolg in der Tabelle bis auf Rang vier nach oben.

„Ganz klar, ein Spektakel sieht sicherlich anders aus“, gibt ESV-Coach Stefan Mackeprang unumwunden zu. „Ich kann jeden Zuschauer verstehen, der fordert, dass wir mehr riskieren sollen. Ich bin als Trainer auch nie zufrieden. Dennoch war es in taktischer Hinsicht eine clevere Leistung meiner Mannschaft, die vor allem eine gute Defensivleistung gezeigt hat.“

Es entwickelte sich eine Partie, die sich zum Großteil zwischen beiden Strafräumen abspielte. Auf der einen Seite klärte Franz Tuchen gegen Marvin Blümke (4.) und auf der anderen Seite versuchte es Sönke Matthiesen einmal aus der Distanz (30.). Das war es auch schon, und wäre es vermutlich auch längere Zeit geblieben, wenn sich nicht Nicolas Lietz auf der rechten Außenbahn einmal ein Herz fasste, zwei Gegenspieler aussteigen ließ und dann aus spitzem Winkel den ESV in Führung brachte. Davor hatte Eidertals Finn Plath nach einem groben Foul an der Außenlinie gegen Garbit Temirgan die Rote Karte gesehen. „Die konnte man geben, auch wenn ein guter Schiedsrichter Fingerspitzengefühl bewiesen und es bei Gelb belassen hätte“, sagt Gäste-Coach Jürgen Wildbrett. Kurz vor der Pause kam es zur Vorentscheidung als Tim Schikorr im Fünfmeterraum Ansgar Bothe anschoss, von dessen Schienbein sprang der Ball zum 2:0 ins Tor.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Spielverlauf. Eckernfördes Schlussmann Sven Steingräber verlebte einen sehr geruhsamen Nachmittag am Bystedtredder. Er wurde von den Gästen nur ganz selten einmal gefordert – und wenn, war er zur Stelle. Der ESV verwaltete den Vorsprung und kam durch Temirgan noch zum 3:0-Endstand. Danach war der letzte Widerstand der Gäste endgültig gebrochen.

„Uns hat in den entscheidenden Momenten einfach die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, bilanziert Jürgen Wildbrett. „Wenn ich beide Mannschaften gegenüber stelle, fand ich, dass uns der ESV in keinem Punkt überlegen war – bis eben auf die Cleverness. Wir hatten meiner Meinung nach die bessere Spielanlage. Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn uns nach der Halbzeitpause der Anschlusstreffer gelungen wäre.“

Trainerkollege Stefan Mackeprang kritisierte vor allem „die vielen individuellen Fehler in der ersten Halbzeit. Häufig hatten wir gute Ballstaffetten über fünf, sechs Stationen, die alle klasse waren. Doch die letzte Station war dann absoluter Müll, wodurch der gute Gesamteindruck letztlich zunichte gemacht wurde. Am Ende war es dennoch ein souveräner Sieg.“

 


ESV: S. Steingräber – Ajdarpasic (46. Zimmer), Ströh, Tuchen, Smit – Buchholz (46. Christensen), Jaron Ewert, Schikorr, Matthiesen (60. Gerlach), Lietz – Temirgan.

SpVg Eidertal Molfsee: Dittmann – Struck, Quoos, Bothe, Plath – J. Schütt, Groß, Schöning, Struck – Blümke, Busse (60. Schütt).

SR: Alexander (Friedrichsberg-Busdorf).

Zuschauer: 70.

Tore: 1:0 Lietz (39.), 2:0 Bothe (45., ET), 3:0 Temirgan (81.).

Rote Karte: Finn Plath (32., grobes Foul).

 

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erstellt am 22.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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