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Fussball-Kreisliga : ESV II zum Krisengipfel nach Fleckeby

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Aufsteiger SG BSV/EMTV hat den Tabellenführer aus Büdelsdorf zu Gast. Auch Wittensee empfängt ein Topteam, will aber mit Standard-Stärke gegen Schinkel punkten.

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erstellt am 24.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Mit den lieben Nachbarn ist das immer so eine Sache. Mit einigen versteht man sich gut, andere mag man weniger. Im Nachbarschaftsduell der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde zwischen dem SV Fleckeby und dem Eckernförder SV II besteht bei einigen Spielern eher eine leidenschaftliche Abneigung. Am Sonntag um 15 Uhr treffen beide Teams in Fleckeby aufeinander und auch aus sportlicher Sicht, ist es ein interessanter Vergleich, da beide Mannschaften aktuell in einer Krise stecken. Davon will Stefan Truelsen bei seiner SG BSV/EMTV zwar noch nichts wissen, aber sein Team ist bis aus den vorletzten Platz abgerutscht und empfängt am Sonntag den Tabellenführer aus Büdelsdorf. Ebenfalls gegen ein Topteam muss der VfR Eckernförde ran. Am ungewohnten Sonnabend ist der TuS Jevenstedt zu Gast am Wulfsteert-Platz.

VfR Eckernförde – TuS Jevenstedt      Sbd., 15 Uhr

Die Rasensportler empfangen den TuS Jevenstedt am ungewohnten Sonnabend. Das liegt daran, dass der TuS frühzeitig einen Antrag auf Verlegung stellte, dem der VfR Eckernförde zustimmte. Nach dem 5:1-Derbysieg in Osterby sollten die Eckernförder mit breiter Brust auflaufen, doch in der bisherigen Saison ließ es die Elf von Trainer Arne Witt oft an der nötigen Konstanz vermissen. „Das stimmt“, sagt Witt und nennt auch Gründe dafür: „Zum einen ist unser Spiel ein Stück weit von unseren Führungsspielern abhängig. Zum anderen ist unsere Tagesform sehr schwankend. Das ist aber auch eine Einstellungssache.“ Die stimmte in Osterby, und schon gab es einen überzeugenden Sieg. Gegen Jevenstedt will Witt natürlich gerne nachlegen. „Unsere nächsten drei Gegner mit Jevenstedt, Bargstedt und dem ESV II haben es in sich. Wir sind punktemäßig zwar im Soll, aber wir sollten schon noch ein paar Spiele bis zur Winterpause gewinnen.“ Dabei helfen kann Niklas Carl, der wieder im Kader steht. Hannes Mittig und Finn Doorentz fehlen dagegen beruflich.


TSV Karby – TSV Vineta Audorf    Sbd., 16 Uhr

Die Karbyer haben gerade einen kleinen Lauf und haben zuletzt zwei Siege in Serie geholt. Mit Vineta Audorf kommt jetzt allerdings ein Gegner, der ebenfalls auf dem Vormarsch ist – allerdings in die Tabellenspitze, also in ganz andere Regionen, als die Karbyer sie anpeilen. „Dennoch ist es unser Ziel mindestens einen Punkt zu holen. Der Kader ist so gut besetzt, wie lange nicht mehr“, erklärt Karbys Obmann Roger Behrens. Andreas Otte, Michael Ressler, Nis Scharnowski und Tobias Peitz stehen alle wieder bereit, sodass Trainer Jens Scharnowski am Sonnabend wohl 17 Spieler dabei hat. „Dazu kommt Max Gülzner durch seine Kurzeinsätze wieder besser ins Spiel. Er ist für uns enorm wichtig“, weiß Behrens, der die Vineten mit schnellem Konterfußball knacken will. „Uns stehen 90 Minuten Schwerstarbeit bevor, aber bei Audorf fehlen wichtige Leute und wir haben gegen den VfR Eckernförde bewiesen, dass wir auch gegen Mannschaften mit gehobener Spielstärke gewinnen können.“

Wittenseer SV – 1. FC Schinkel       So., 14 Uhr

Nachdem die Wittenseer gegen die Mannschaften auf Augenhöhe eine Siegesserie hingelegt haben, und sich so vom letzten Platz hochkatapultierten, stehen aktuell wieder Mammut-Aufgaben vor dem Team von Trainer Peter Thede. Nach dem 2:3 gegen derzeit starke Audorfer geht es nun gegen Schinkel weiter. „Natürlich kann es sein, dass wir verlieren. Der 1. FC Schinkel hat ganz andere Ansprüche als wir“, ist Thede Realist und gibt sich dennoch im Vorfeld noch lange nicht geschlagen: „Das Spiel ist eine große Nummer für uns. Wir müssen uns richtig wehren. Im Kopfballspiel sind wir gut, sodass wir vielleicht über Standards etwas ausrichten können.“ Gut für die Wittenseer, dass Philipp Doorentz wieder einsatzbereit ist. Lennart Rehbehn und Maximilian Laabs werden dagegen fehlen. Für Schinkel ist klar, dass beim WSV nur ein Sieg zählt. Mit diesem Selbstbewusstsein muss der stark besetzte FC in die Spiele gehen. FC-Trainer Lars Dubau hat zudem alle Spieler dabei. Auch Didier Webessie, der seine Rotsperre abgesessen hat.

SG BSV/EMTV – Büdelsdorfer TSV    So., 15 Uhr

Der Vorletzte empfängt in Barkelsby den Tabellenführer. Die Rollen sind also mehr als deutlich verteilt. Zudem ist die SG aktuell in einer kleinen Krise, auch wenn Spielertrainer Stefan Truelsen von diesem Wort nichts wissen will: „Nein, wir sind Aufsteiger und mussten zuletzt zahlreiche Ausfälle verkraften.“ Da sei es nur normal, dass es auch mal nicht läuft. Dass es aber auch gegen die direkte Konkurrenz aus Karby eine deutliche 0:3-Pleite gab, ist dann doch etwas besorgniserregend. Truelsen relativiert jedoch: „Unsere Gegner waren zuletzt auch nicht wirklich besser, nur effektiver.“ Vom Büdelsdorfer TSV hat der SG-Spielertrainer eine sehr hohe Meinung. „Das ist eine eingespielte Mannschaft und wohl die stärkste in dieser Liga.“ Mit starken Gegnern haben die Barkelsbyer aber bereits gute Erfahrungen gemacht. Schinkel trotze der Aufsteiger ein 2:2 ab und gegen den ESV II gab es sogar einen 2:1-Erfolg.

Borussia 93 Rendsburg – Osterbyer SV       So., 15 Uhr

„Es war schon sehr erschreckend, wie wir uns gegen den VfR den Schneid haben abkaufen lassen“, blickt Osterbys Trainer Nico Stocks nochmal auf das schwache Spiel in der Vorwoche zurück. Dass solche Partien jedoch nicht ausbleiben, wenn der Trainingsbetrieb aus unterschiedlichsten Gründen über einen längeren Zeitraum leidet, ist für Stocks keine Überraschung. Der Kader ist in der Breite nicht gut genug besetzt, weshalb der OSV sich im Winter gerne Verstärken würde. Gegen die Borussen aus Rendsburg hofft der Osterbyer Trainer wieder auf eine Leistungssteigerung im gesamten Team. „Fußballerisch sollten wir Rendsburg überlegen sein, aber viel wichtiger finde ich, dass wir auch mal anfangen sollten zu kämpfen.“ Und genau das wird der Gegner am Sonntag ganz sicher machen, denn die Fischoeder-Elf braucht dringend Punkte, um den Anschluss an das rettende Ufer nicht zu verlieren. Beim OSV hat sich Lennard Plaga nun endgültig bis April 2015 ins Ausland verabschiedet. Dafür kann Stocks wieder auf Dennis Tüxen und Björn Breitkopf zurückgreifen.

SV Fleckeby – Eckernförder SV      So., 15 Uhr

Man mag sich nicht. Diese Aussage gilt zumindest für einen nicht ganz kleinen Teil der Fleckebyer Mannschaft in Bezug auf den „großen“ ESV in der direkten Nachbarschaft. Die Gastgeber werden also mit einer gesunden Motivation ins Spiel gehen, zumal sie sich am vergangenen Spieltag in Bargstedt beim 0:8 ziemlich desaströs abschießen ließen. „Man kann in Bargstedt verlieren, aber nicht mit 0:8“, ist SVF-Trainer Francois Cassini mit der Einstellung seiner Elf nach dem ersten Gegentor nach 29 Minuten überhaupt nicht einverstanden. Auch für Cassini und seinen Co-Trainer Emmanuel Simon ist es eine besondere Partie, da beide eine ESV-Vergangenheit haben. Simon wird rechtzeitig zum Spiel aus dem Urlaub zurück sein und sich sicherlich auch fragen, ob der ESV II nach der Negativserie ein bisschen angeschlagen ist. „Wir haben ja oft gar nicht schlecht gespielt, lassen sogar wenig zu“, weiß ESV-Trainer Töns Dohrn, „doch vorne ist es bei uns wie verhext.“ Nach dem 0:1 in der Vorwoche gegen Osdorf blieb sogar die obligatorische Kiste Bier in der Kabine fast unberührt. Selbstzweifel. Dohrn versucht aber positiv zu bleiben. Sollte seiner Elf endlich mal wieder ein eigener Treffer gelingen, könnte der Knoten platzen. „Wir müssen uns wieder belohnen“, sagt Dohrn. Die Fleckebyer dagegen kämpfen nicht nur mit dem Gegner, sondern auch mit den eigenen Undiszipliniertheiten. So handelte sich ausgerechnet der Kapitän Maik Kasimir eine Rote Karte für einen Ellenbogencheck ein. Er fehlt gesperrt. „Ansonsten habe ich aber alle Mann dabei. Ich bin gespannt, ob von meiner Mannschaft eine Reaktion kommt. Wir brauchen auf jeden Fall schnell Besserung“, weiß Cassini, dass jetzt die Spiele folgen, in denen sich erste Abstände im dicht gedrängten Abstiegskampf auftun werden.

Osdorfer SV – TSV Waabs         So., 15 Uhr

„Der Erfolg beim ESV II war super und natürlich sehr wichtig für uns“, ist Osdorfs Trainer Jens-Uwe Lorenzen erleichtert, dass seinem Team nach fünf teilweise deutlichen Niederlagen wieder ein Dreier gelang. So konnte sich der OSV wieder ein kleines Polster von fünf Punkten auf den ersten Abstiegsplatz verschaffen. Mit dieser angenehmen Situation im Rücken, will Lorenzen am Sonntag gegen Waabs nachlegen: „Wir wollen unsere Ausgangssituation, nämlich Erster der Abstiegszone zu sein, gerne behalten und dafür mit einem Sieg über Waabs nachlegen.“ Auch die Schwansener gehören zu den Teams, die mit 13 Punkten fest im Abstiegskampf stecken. Mit einem Sieg in Osdorf könnte die Elf von Trainer Matthias Daniel aber sogar am OSV vorbeiziehen. Da passt es Lorenzen umso besser, dass sich einige angeschlagene Akteure zurückgemeldet haben, und mit Timo Pohl noch ein Spieler aus der zweiten Mannschaft fest in den Ligakader wechselt. „Wir brauchen gerne ein Puffer, da wir nächste Woche gegen Büdelsdorf spielen“, hofft Lorenzen auf einen Heimsieg.

 

Weitere Begegnung: SG Felde/Stampe – TuS Bargstedt (Sbd., 15 Uhr).

 

 

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