Tag der offenen Tür : „Es ist ein Experiment“

Die Vorsitzende des Hospizvereins Dr. Friederike Boissevain (r.) freut sich über die selbstgefertigte Skulptur aus französischen Walnussholz von Frank und Petra Schamborski (l.) vom Bestattungshaus in Stubbendorf für die neuen Räumlichkeiten.
Die Vorsitzende des Hospizvereins Dr. Friederike Boissevain (r.) freut sich über die selbstgefertigte Skulptur aus französischen Walnussholz von Frank und Petra Schamborski (l.) vom Bestattungshaus in Stubbendorf für die neuen Räumlichkeiten.

Hospizverein stellt sich in den eigenen Räumen in der Kieler Chaussee 2 in Gettorf vor

shz.de von
02. September 2014, 06:15 Uhr

Besucher kommen und gehen, manche bringen Geschenke mit, der Vorstand und die Hospizhelfer beantworten Fragen, es gibt Kaffee und Kuchen. Mit dem Tag der offenen Tür am Sonntag stellte der Hospizverein Dänischer Wohld nicht nur seine neuen Räumlichkeiten in der Kieler Chaussee 2 vor, sondern hoffte auch, die hospizliche Idee und sein Angebot, schwerkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige ehrenamtlich zu begleiten, in der Region noch mehr zu verankern. Seit Juni ist der Verein in eigenen, bescheidenen Räumlichkeiten – ein Büro und ein Raum für Treffen und Schulungen – zu finden.

„Es ist ein Experiment“, betont die Vereinsvorsitzende Dr. Friederike Boissevain. Denn die 700 Euro Miete, die sie im Monat dafür zahlen, bekämen sie an Spenden nicht herein. Aber sie hält eigene Räumlichkeiten für wichtig, um sich spontan treffen zu können, für Supervisionen und für Fortbildungen. „Wir tun gut daran, die, die wir haben, gut auszubilden.“ Ihre Vision ist ein eigenes Hospizhaus im Dänischen Wohld. Denn in Kiel und Rendsburg gibt zu wenig Betten. Doch das sei finanziell noch eine ganz andere Kategorie, weiß sie.

Viele der Gäste haben den Entstehungsprozess des Hospizvereins verfolgt. So wie Irma und Rudi Behringer aus Gettorf, beide über 70. „Wir sind einfach mal hergegangen“, sagt Irma Behringer. „Die Hospizidee ist ja eine sehr schöne und wichtige. Da werden die Leute optimal begleitet.“ Rudi Behringer hat extra eine Spendentruhe aus Holz gefertigt und dem Verein geschenkt. „Es macht einen guten Eindruck, das Interesse, was hier herrscht“, findet er. Und er blickt den Tatsachen ins Auge. Auch sie bräuchten die Dienste vielleicht einmal, sagt er. „Das kommt dann spontan, wenn es soweit ist. Uns geht es noch gut genug.“

Der Hospizverein Dänischer Wohld ist unter Tel. 04346/602 64 48 zu erreichen. Das Büro ist dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr, donnerstags auch von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Das nächste Trauercafé findet am kommenden Sonntag, 7. September, von 15 bis 17 Uhr statt. Im Herbstkursus des Vereins „Über das Sterben sprechen“ an der Volkshochschulkurs in Gettorf sind noch Plätze frei. Spenden an den Hospizverein Dänischer Wohld, Konto 130 422 40, BLZ 210 920 23 (Eckernförder Bank eG), IBAN: DE88210920230013042240, BIC: GENODEF1EFO, sind willkommen.

> www.hospizverein-im-wohld.org


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