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Neues Plakat : „Es blüht einem was bei Green Screen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein Russe gewinnt den Plakatwettbewerb von Green Screen und setzt sich gegen 573 andere Einreichungen aus 71 Ländern durch.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2016 | 05:46 Uhr

Eckernförde | Das Foto hat sofort überzeugt: Eine Giraffe mit einem Busch als Kopf – das ist ein Hingucker. Doch nach vier Stunden Beratung qualmten die fünf Köpfe der Jury, und schließlich machte ein ganz anderes Bild das Rennen. Das neue Plakat für das 10. Green-Screen-Festival vom 14. bis 18. September zeigt eine Filmrolle, aus der ein Urwald sprießt.

Das Internationale Naturfilmfestival hatte einen Wettbewerb ins Leben gerufen: Gesucht war ein Motiv, mit dem für das Jubiläumsfestival geworben wird. Zunächst war die Teilnahme verhalten: Nach einigen Wochen waren erst zehn Entwürfe im Büro eingegangen, doch in den letzten Tagen quoll das E-Mail-Postfach über. „Insgesamt 574 Plakatentwürfe aus 71 Ländern sind eingegangen“, sagt Antje Spitzbarth, die sich federführend um den Wettbewerb gekümmert hat. „Die meisten Einreichungen hatten wir aus Deutschland, Russland und China.“ Woher auch immer die Teilnehmer von dem Wettbewerb wussten – spätestens jetzt kann sich das Festival seiner Internationalität rühmen.

Dmtry Timofeichev heißt der Gewinner aus Moskau, der mit seinem Entwurf 1200 Euro gewonnen hat. Ob er Filmemacher oder Designer ist, weiß Antje Spitzbarth nicht. „Es haben Studenten teilgenommen, ganze Schulklassen, Filmemacher und Designer“, sagt sie. „Die Altersspanne liegt zwischen 13 und 68 Jahren. Und so manch 14-jähriger Schüler hat ein besseres Motiv eingereicht als ein Professor Doktor.“

Aus der Fülle an Einreichungen haben Antje Spitzbarth und Festivalleiter Gerald Grote die besten 107 Motive ausgesucht. Schließlich stießen die beiden Kultur-Chefs des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (sh:z), Martin Schulte, und der Kieler Nachrichten, Konrad Bockemühl, mit der Geschäftsführerin der Kieler Werbeagentur „Ideenwerft“ Claudia Höhne hinzu. Zu Fünft einigten sie sich auf die besten 13 Motive – darunter von Vera Braesecke-Kaul und Hilmar Kaul auch eine Einreichung aus Eckernförde.

Am Ende blieben drei Motive übrig – die Giraffe mit dem Busch als Kopf musste ausscheiden. Das Motiv lobten alle, aber die Qualität des Fotos war zu schlecht, der Bildschnitt nicht gelungen und der Schriftzug an einer falschen Stelle. „Wenn wir jetzt anrufen und den Einreicher darum bitten, alles zu ändern, wäre das wettbewerbsverzerrend“, so Antje Spitzbarth. „Das können wir nicht machen.“

Zum Glück gab es noch viele andere richtig gute Ideen, wie den Marienkäfer, dessen Panzer sich als Filmrolle herausstellte oder das Bild eines Rasens mit ein paar Turnschuhen, das besonders junge Menschen ansprechen würde. Der Siegerentwurf „symbolisiert wunderbar die Idee des Festivals“, begründete Martin Schulte seine Entscheidung, während Gerald Grote von einem blühenden Urwald zur „blühenden Fantasie“ kam: „Es blüht einem was bei Green Screen.“

Das Motiv wird am 4. Juli als Großplakat am Lornsenplatz aufgehängt und den Umschlag des Programmheftes schmücken. Um auch die anderen Motive zu würdigen, wird am 14. und 15. Mai eine Ausstellung im Künstlerhaus in der Ottestraße stattfinden.

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