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Eckernförder Gilden : Es bleibt dabei: Keine Frauen auf der Generalversammlung

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Stadt empfängt Eckernförder Beliebung im Ratssaal. Bürgermeister dankt für soziales und kulturelles Engagement.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 07:32 Uhr

Eckernförde | Gemessenen Schrittes erobert sich die Eckernförder Beliebung den Ratssaal. Der Tabak glimmt, die Pfeife schmaucht, der Wein gekühlt, die Atmosphäre traditionsbewusst. Man kennt sich, und man schätzt sich. Ältermann Klaus Peter Holst und Ehrenältermann Arnold Metzger vorneweg neben Bürgermeister Jörg Sibbel und Bürgervorsteherin Karin Himstedt, die großen Abordnungen der Bürgerschützengilde und der Borbyer Gilde mit ihren Majestäten Peter "de Stadtwiser" Büchert und Manfred Luth am linken und rechten Flügel - "Prost!" ruft ihnen der Bürgermeister zu, nimmt einen kräftigen Zug und tritt - frisch mit dem neuen Gilde-Binder ausgestattet - ans Rednerpult.

Sibbel dankte der Gilde gestern Nachmittag beim Empfang für die 1629 gegründeten Totengilde auf Plattdeutsch für die Bewahrung der Traditionen, der gezeigten Solidarität und des gelebten Gemeinsinns, die sich bei der Beliebung als Förderung des Kulturlebens, Stützung unverschuldet in Not geratener Mitbürger und Unterstützung wohltätiger Einrichtungen zeigt. Die Hilfe erfolgt ganz im Stile der Stillen Gilde oft im Verborgenen und ohne großes Aufsehen, was der Bürgermeister als besonders wohltuend empfindet. Ihm war die Vorfreude auf die folgende gesellige und stimmungsvolle Generalversammlung mit dem volkstümlichen Aufnahmeritual für die Anwärter im Saal 71 anzumerken.

Nachdem der mit Weißwein gefüllte Jungmann-Pokal die Runde gemacht hatte und er einen neuen Zinnbecher an Ältermann Klaus-Peter Holst übergeben hatte, dankte der Gilde- dem Verwaltungschef für den Empfang im Ratssaal und freute sich über die großen Abordnungen der beiden anderen Eckernförder Gilden. Die im vergangenen Jahr angedeuteten möglichen Veränderungen für den Besuch der Generalversammlung seien nicht eingetreten, sagte Holst. "Umwälzungen gibt es bei uns in der Gilde nicht so schnell. Funktionsträgerinnen anderer Gilden dürfen uns besuchen, aber sonst wird sich nichts ändern", verwies er auf die überlieferten Gilde-Statuten, wonach Frauen nicht an der Generalversammlung teilnehmen dürfen.

Zum Abschluss durften sich alle Anwesenden in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

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