Wikingertage : Erstmals in Eckernförde: Wikinger erobern den Südstrand

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Premiere für die Wikingertage in Eckernförde: Nordmänner schlagen am Wochenende ihr Lager am Südstrand auf.

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09. Juli 2019, 17:09 Uhr

Eckernförde | Von Haithabu nach Eckernförde ist es nicht weit. Schon damals vor rund 1000 Jahren im 11. und 12. Jahrhundert, als das heutige Weltkulturerbe Haithabu die nördliche Handelsmetropole der Nordmänner war und Eckernförde noch gar nicht existierte, reichte der große Verteidigungswall der Wikinger, das Danewerk, über den Osterwall bei Kochendorf fast bis zur Ostseeküste, wo sich später die Eckernförder ansiedelten. Siedlungsspuren lassen sich entlang der Schlei bei Kosel und Sieseby finden, so dass zumindest die Region auf eine Wikinger-Vergangenheit zurückblicken kann.

„Tears For Beers“  garantieren für mitreißende Folk-Musik
„Tears For Beers“ garantieren für mitreißende Folk-Musik
 

Nun kommen sie also erstmals seit Jahrhunderten wieder über die Schlei und die Ostsee nach Eckernförde. Und zwar mit großem Gefolge. Vom 12. bis 14. Juli finden die ersten Eckernförder Wikingertage am Südstrand statt, zu denen Tausende Besucher erwartet werden. Sie erwartet ein Wikingerdorf mit über 250 Bewohnern, eine Stadt aus über 100 Zelten, 30 gastronomischen Ständen und einer Live-Bühne, auf der „Tears For Beers“ ebenso auftreten wie „The Sally Gardens“ (siehe Programm-Info).

Wikinger-Premiere am Festival-erprobten Südstrand

Veranstalter sind der Eckernförder Musiker, Konzert- und Eventveranstalter Stephan Vollbehr, der jetzt von Itzehoe aus arbeitet, sowie sein Geschäftspartner für die Wikingertage in Schleswig und nun auch Eckernförde, Kay Uwe Dammann. Sie sind überzeugt, dass die Premiere der Wikingertage am Festival-erprobten Eckernförder Südstrand ein Erfolg wird.

Es wird sehr unterhaltsam und ein Fest für die ganze Familie Stephan Vollbehr, Veranstalter
 

Eckernförde ist nicht nur geografisch nahe bei den Nordmännern, sondern hat mit dem jährlichen Piratenspektakel im August bereits beste Erfahrung mit rauhen Gesellen sammeln können. Mal schauen, wie die alte Seeräuberstadt mit den Wikingern umzugehen versteht. „Es wird sehr unterhaltsam und ein Fest für die ganze Familie“, sagt Vollbehr.

Ein Wikingerkämpfer mit Schwert, Helm, Schild und Kettenhemd.
Jochen Kunz
Ein Wikingerkämpfer mit Schwert, Helm, Schild und Kettenhemd.

Die rund 250 Wikinger werden in ihrem Dorf leben, arbeiten und übernachten, den Besuchern die Kultur der Wikinger nahebringen und immer wieder zu Waffen und Werkzeugen greifen. Zahlreiche Handwerker und Händler laden zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Ob Waffenschmiede, Kettenhemdherstellung, Messermacherei, Trinkhornschleiferei, Pfeil- und Bogenbau, Drechslerei, Steinmetz, Lederer, Schildbauer, Färberei oder Lehmofen-Bäckerei: In der Wikingerwelt können alle kleinen und großen Besucher den Stand der Handwerkskunst sehen, erleben, selbst mit werkeln und sich von der Atmosphäre des großen Dorfes in die Wikingerzeit von vor 1000 Jahren entführen lassen.

„Lunatix“ sind für die nächtliche Feuer-Show zuständig.
„Lunatix“ sind für die nächtliche Feuer-Show zuständig.
 

Im Zentrum des Wikingerdorfes befindet sich der Kultplatz. Dort können sich die Gäste unter das Wikingervolk mischen und bei allerhand Spektakel wie Feuershows und dem Schabernack der Gaukler vergnügen, ihr Händlerglück versuchen oder ihren Mut bei derben Wikingerspiel testen.

Freitag ist Familientag

Einlass ist am Freitag um 12 Uhr, Sonnabend um 11 und Sonntag um 10 Uhr, kurz danach startet bis 23 Uhr das Programm auf dem Kultplatz, dem Wikingerdorf, der Kampf-Arena, und auf der Bühne (siehe Programm). Am Freitag ist Familientag bei vergünstigtem Eintritt, ansonsten zahlen Kinder (bis 14 Jahre) 6 Euro und Erwachsene 12 Euro, die Familienkarte kostet 25 Euro, ab 18 Uhr ist der Eintritt frei.

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