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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 07:15 Uhr

neuwahlen : Erstmals ein Mann an der DRK-Spitze

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach 19 Jahren gibt die Vorsitzende Anita Reeps (72) das Amt der ersten Vorsitzenden an Michael Brief ab. Sein erstes Ziel ist die Schaffung einer vereinseigenen Satzung.

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2015 | 06:44 Uhr

WAABS Lächelnde Damen, die ihm aufmunternd zunickten, sind Michael Brief in den letzten Tagen und Wochen häufig in Waabs begegegnet. Seit Dienstagabend kennt der 57-Jährige auch den Grund. Einen Tag vor der Jahreshauptversammlung im Gasthof Waabs Mühle ist Michael Brief in den DRK-Ortsverein Waabs eingetreten, um am Dienstag zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt zu werden. Er folgt auf Anita Reeps, die den Vorsitz 19 Jahre inne hatte. Bereits im vergangenen Jahr hatte die 72-Jährige das Amt in jüngere Hände geben wollen. Damals fand sich kein Nachfolger, so dass sie ein weiteres Jahr im Amt bleiben musste. Ihre verstärkte Suche nach einem Nachfolger hat mit Michael Brief ein glückliches Ende gefunden.

„Ich bin froh und glücklich, dass Michael sich bereit erklärt hat, den Vorsitz zu übernehmen“, sagte Anita Reeps nach der Wahl. „Denn solche Vereine wie das DRK Waabs werden einfach gebraucht. Das zeigt auch die Beteiligung an unseren Nachmittagen“, wirkte Reeps erleichtert.

Michael Brief ist in der 107-jährigen Geschichte des Ortsvereins der erste Mann, der den Vorsitz übernimmt. Ein Unbekannter ist der ehemalige Gastronom des Gasthofes Waabs Mühle in der Gemeinde nicht. Seinen doch recht späten Entschluss, für den Vorsitz zu kandidieren, begründete er: „Es wäre Sünde, wenn der Ortsverein aufgrund eines fehlenden Vorsitzenden nicht mehr bestehen könnte.“ Der studierte Diplom Pädagoge bekannte, dass ihm dennoch die Entscheidung nicht leicht gefallen sei, da seine Ehefrau Elvira Brief bereits als Pressewartin im Vorstand arbeite. Aber jetzt habe er ohne Wenn und Aber ja zur Kandidatur gesagt.

Bereits am Abend nahm Brief seine erste Amtshandlung als erster Vorsitzender vor. Im Namen des DRK-Landesverbandes zeichnete er Anita Reeps mit der Ehrennadel des Landesverbandes für ihre Verdienste um das Rote Kreuz aus. In seiner Laudatio für seine Vorgängerin betonte Brief, dass sie „maßgebend zur Stellung und Positionierung des DRK-Ortsvereins in der Gemeinde beigetragen “ habe. Sie sei der Motor des DRK und der Garant für Kontinuität gewesen. Seit 1972 ist Anita Reeps Mitglied im Verein. 1992 übernahm sie das Amt der zweiten Vorsitzenden, bevor sie vier Jahre später an die Spitze rückte. In dieser Zeit habe es einen kompetten Wandel im DRK gegeben, so Reeps. Lautete das Motto vor Jahrzehnten „Helfen – Dienen“, fehle das Wort dienen jetzt gänzlich. Der Schwerpunkt der Arbeit liege in der Seniorenbetreuung und in der Hilfestellung bei Einsätzen, beispielsweise der Feuerwehr.

Seine erste Aufgabe sieht der neue Vorsitzende des 140 Mitglieder umfassenden Vereins in der Schaffung einer ortseigenen Satzung, die auf Waabs zugeschnitten ist. Bisher habe der Verein sich stets an der Mustersatzung des Kreises orientiert, so Brief. Auch strebe er die Gemeinnützigkeit des Vereins an.

Die Vereinsarbeit möchte Michael Brief im Sinne seiner Vorgängerin fortführen, betonte aber, dass er gerade in der Anfangszeit auf Unterstützung aus den Reihen des Vorstandes nicht verzichten könne – das gelte insbesondere für die Veranstaltung der Blutspendetermine. Kontinuität verspricht Brief auch in der wohlwollenden Prüfung des Antrages einiger Eltern, eine Jugendsparte im Ortsverein zu gründen, unter dessen Dach der Jugendtreff in der Gemeinde wiederbelebt werden kann. Entsprechende juristische Erkundigungen beim Kreis- und Landesverband seien bereits eingeleitet worden. Diese Ergebnisse wolle man zunächst abwarten.

Als letzte Amtshandlung ehrte die scheidende Vorsitzende langjährige Mitglieder: Christa Rennwald und Antje Marten (beide 60 Jahre) sowie Angelika Ronge (25 Jahre). In Abwesenheit wurden Ilse Boysen (60 Jahre), Ilse Nöhren (50 Jahre) sowie Barbara von Eckartstein und Karin Mangold (beide 40 Jahre) gewürdigt. Zur Wahl stand auch das Amt einer Beisitzerin, in das Tanja Gloyer gwählt wurde.

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