Erster Platz für den „Weltgarten“

Freuen sich über die Auszeichnung des Weltgartens als schönster Garten in der Kolonie Pupke (v. l.): Klaus Schnack (Projektleiter), Weltgärtner Manfred Mohr, Kleingartenvorstand Hermann Brütt, Alexandra Kahlstorff und Sönke Jensen sowie Weltgärtner Bernhard Jakstadt.
Freuen sich über die Auszeichnung des Weltgartens als schönster Garten in der Kolonie Pupke (v. l.): Klaus Schnack (Projektleiter), Weltgärtner Manfred Mohr, Kleingartenvorstand Hermann Brütt, Alexandra Kahlstorff und Sönke Jensen sowie Weltgärtner Bernhard Jakstadt.

Kreiswettbewerb der Kleingärtner / Projektgarten schönster Garten in Kolonie Pupke / Gelebte Integration am Gartenzaun

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10. März 2018, 06:33 Uhr

Der schönste Garten in der Kolonie Pupke ist das Projekt „Weltgarten“. Erst Anfang 2017 angelegt setzte er sich beim Kreiswettbewerb der Kleingärten im Gesamtergebnis durch, so dass er für die Bewertungskommission ganz vorn lag. Die entsprechende Urkunde wurde jüngst an die beiden „Weltgärtner“ Manfred Mohr und Bernhard Jakstadt überreicht. Die beiden Teilzeitkräfte pflegen im Auftrag des Vereins Umwelt-Technik-Soziales (UTS), der das Projekt betreut, und mit Unterstützung des Jobcenters den 1600 Quadratmeter großen Projektgarten, der ausschließlich von Flüchtlingen genutzt wird. „Fünf verschiedene Familien aus Ägypten, Syrien und Afghanistan sind in dem Garten aktiv“, erklärt Projektleiter Klaus Schnack. Das sei gelebte Integration in der Kleingartenkolonie, so UTS-Geschäftsführer Lutz Oetker. Ein Garten biete den Flüchtlingen die Möglichkeit, die soziale Isolation zu verlassen und soziale Kontakte zu knüpfen. „Denn über den Gartenzaun wird immer mal miteinander gesprochen“, weiß auch Hermann Brütt, Vorsitzender des Kleingartenvereins. Voraussetzung: Die Flüchtlinge müssen Deutsch sprechen. Eine Gemeinschaftsunterkunft, ein Rasen, ein Grill und eine bewirtschaftete Fläche stehen den Neubürgern zur Verfügung. Vorläufer des „Weltgartens“ sind die Sozialgärten, die es seit 2007 in der Kolonie Costa Nora gibt. Auf 4000 Quadratmetern bewirtschaften Langzeitarbeitslose die Fläche. Die Erzeugnisse gehen an Eckernförder Schulen. „Eine gute Methode, Langzeitarbeitslose aus der Vereinsamung zu holen und wieder in einen Arbeitsalltag zu integrieren“, sagt Lutz Oetker.

Auf Kreisebene setzte sich ebenfalls ein Eckernförder Garten durch. Der Garten von Walter Sperling in der Kolonie Abendfrieden gewann den ersten Platz. Bei den Kleingärtnern steht ein Wechsel an. Nach zwölf Jahren legt Hermann Brütt (75) auf der Jahreshauptversammlung am Freitag, 23. März, (19 Uhr im Stadthallenrestaurant) sein Amt nieder. Als Nachfolgerin wird er seine Stellvertreterin Alexandra Kahlstorff vorschlagen.

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