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Zu Gast bei Freunden : Erster Festwochen-Integrationscup

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Einheimische und Flüchtlinge in einem Team: Turnier mit zehn gemischten Mannschaften aus dem Wohld.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2015 | 15:47 Uhr

Altenholz | Fußball verbindet die Völker der Welt. Dies war bei beim 1. Integrationscup in Altenholz deutlich zu spüren. „Hier spielen alle nicht gegeneinander, sondern miteinander“, sagte Sandra Gehrke von der Altenholzer Gemeindeverwaltung. Sie hatte das Turnier in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Fußballabteilung des TSV Altenholz, Lars Rosenstein, federführend organisiert. Zehn Mannschaften aus den Gemeinden Altenholz, Strande, Dänischenhagen, Felm, Noer und Schwedeneck sowie eine Mannschaft des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes waren angetreten. Das besondere an diesen Mannschaften war, dass sie zusammengesetzt waren aus Verwaltungsmitarbeitern der teilnehmenden Gemeinden, Kameraden der freiwilligen Feuerwehren, Kirchenmitarbeitern, Ehrenamtlichen und Flüchtlingen und Asylbewerbern. Jan Philipp Löhrke moderierte die Veranstaltung und stellte vor dem Anpfiff die Mannschaften, die sich auf dem Feld aufgereiht hatten und die Standarten ihrer Heimatgemeinden trugen, vor. Gespielt wurde auf zwei Kleinfelder mit sechs Feldspielern und einem Torwart. Trotz allem Ehrgeizes war der Sieg an diesem Tag nicht das wichtigste.

Die Mannschaft aus Noer bestehe aus acht Feuerwehrkameraden, vier Flüchtlingen aus Syrien und zwei aus Armenien, sagte Noers Bürgermeisterin Sabine Mues, die „ihre“ Mannschaft begleitete. „ Die Spieler finden sich heute zum ersten Mal in einer gemeinsamen Mannschaft zusammen, und dennoch klappt das Zusammenspiel hervorragend.“ Die Trikots der Noerer Mannschaft ziert auf der Rückseite der erste Artikel des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Hassan Viore (40) aus Syrien ist beeindruckt, er sei jetzt seit einem Monat in Deutschland und spürt, dass dieser bedeutende Satz nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch wirklich gelebt wird: Die Menschen hier seien alle sehr freundlich und er sei dankbar, hier so gut aufgenommen worden zu sein.

Wolfgang Steffen, Bürgermeister der Gemeinde Dänischenhagen, begleitete ebenfalls die Mannschaft seiner Gemeinde und meinte „Wenn ich das so sehe, habe ich noch richtig Lust, mitzuspielen, aber das überlasse ich lieber den Jüngeren“.

Auch diese Aussage passt ins Bild, die Organisatorin Sandra Gehrke von einem syrischen Flüchtlinge gehört hatte: „Wir haben viel Spaß zusammen, wir kannten uns vorher nicht, aber alle sind so nett, dass wir nun Freunde werden.“

Auch die Festmeile rund um das Gemeindezentrum in Altenholz-Klausdorf hatte viel zu bieten. Unter anderem gab es einen Mitmach-Parcours für Hunde, den die „Altenholzer Hundefreunde“ aufgebaut hatten, Informationsstände des freien Pfadfinderbundes Asgard, der Volkshochschule, des Freundeskreises Asyl und noch viel anderes. Mitmachaktionen boten der Altenholzer Kulturkreis, bei dem kleine Künstler Wimpel in den Altenholzer Farben grün und gelb designen konnten, beim TSV Altenholz konnte auf eine Torwand geschossen werden und eine Tombola lockte mit vielen Preisen. Vor dem Gemeindezentrum konnten sich die vielen Besucher mit Getränken, Snacks, Eis oder Crêpes versorgen.

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